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Klöckner & Co: Digitalisierung soll Wachstum ankurbeln

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Schon früh hat der Stahlhändler Klöckner & Co auf Digitalisierung gesetzt. Die Strategie beginnt sich nun auszuzahlen. Der neue Vorstandsvorsitzende, Guido Kerkhoff, will diese Entwicklung weiter vorantreiben. Dies soll sich den Plänen des früheren Thyssenkrupp-Chefs zufolge bis 2025 auch deutlich im Gewinn niederschlagen.

Kerkhoff, der den seit 2009 amtierenden Konzernchef Gisbert Rühl nach der Hauptversammlung Mitte Mai abgelöst hat, setzte gleich zu Beginn eine erste Duftmarke und legte seine Pläne für das Unternehmen bis 2025 vor. Er will den Digitalisierungskurs seines Vorgängers intensivieren. So sollen die wesentlichen Digital- und IT-Kompetenzen unter einheitlicher Leitung gebündelt werden. Dabei strebt Klöckner eine größere Effizienz an. Automatisierung, erhöhte Kosten- und Prozesstransparenz sowie eine schlankere Verwaltung sollen die Profitabilität weiter steigern. Beim bereinigten operative Ergebnis (Ebitda) will Kerkhoff so das Vor-Pandemie-Niveau bis 2025 mehr als verdoppeln.

Marktführerschaft in Europa und Amerika 

Der Manager sieht Klöckner als "digitalen Vorreiter" in der Branche. Bis 2025 will das Unternehmen die "führende digitale Plattform" für Stahl und weitere Werkstoffe in Europa und Amerika werden. Das Produkt- und Serviceportfolio sowie das Partnernetz sollen ausgebaut werden. 

Übernahmegerüchte dementiert 

Mit Digitalisierungsstrategie will das Unternehmen wieder wachsen, "vornehmlich organisch und über dem Marktniveau", hieß es bei der Vorstellung. Mögliche Zukäufe seien dabei allenfalls opportunistischer Natur. Gespräche mit Thyssenkrupp über eine Zusammenlegung mit dessen Stahlhandelsgeschäft verneint der Stahlhändler weiterhin. 

Stahlbranche im Aufwind 

Die stark schwankungsfreudige Branche befindet sich derzeit im Aufwind. Im ersten Quartal hatte Klöckner dank gestiegener Preise deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Dabei profitierte das Unternehmen von der derzeit herrschenden Materialknappheit, sie hatte verbunden mit langen Lieferzeiten zu deutlichen Preissteigerungen geführt. Diese Entwicklung dürfte nach Einschätzung des Unternehmens zunächst weiter anhalten.

Die Lieferketten seien nahezu "leergefegt", hatte Ex-Chef Gisbert Rühl bei der Zahlenvorlage erklärt. Die Stahlpreise seien daher im ersten Quartal sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch im Vergleich zum Vorjahresviertel erheblich gestiegen. In den USA sei diese Entwicklung noch stärker ausgeprägt als in Europa. Die Steigerungen setzten sich dabei aktuell fort, wenn auch in leicht abgeschwächter Form. Laut dem Klöckner-Management gibt es zum Teil Lieferzeiten bis in das vierte Quartal hinein. 

Das macht die Aktie von Klöckner & Co

Am Montagmorgen legte die Aktie von Klöckner & Co -3,00% um 0,6 Prozent auf 11,29 Euro zu. Damit folgte die Aktie weiter dem Trend der vergangenen Wochen: Die Papiere von Klöckner & Co befinden sich seit Monaten im Aufwind. Die Branchenerholung spielt dabei auch dem Aktienkurs in die Hände. Im März hatte der Kurs erstmals seit 2018 wieder die 10-Euro-Marke geknackt. 

Sechs-Monats-Chart Klöckner & Co. (in Euro)

Mit Material von dpa-AFX.

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