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Klöckner & Co: Konzernchef Rühl macht Anlegern Hoffnung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Stahlhändler Klöckner & Co sieht nach einem schwierigen Jahr einen deutlichen Aufwärtstrend. Der im SDax +0,02% notierte Konzern erwartet nach steigenden Verlusten 2020 für das laufende Jahr wieder einen Gewinn unter dem Strich. Das führe auch dazu, dass der Konzern den Aktionären für 2021 wieder eine Dividende zahlen werde, erklärte Konzernchef Gisbert Rühl am Mittwoch.

Trotz der noch andauernden Corona-Pandemie geht der Konzern von einer wieder steigenden Stahlnachfrage aus, dazu rechnet Rühl weiter mit hohen Preisen. "Eine Abschwächung ist derzeit nicht erkennbar." Im Zuge der Pandemie war die Nachfrage nach Stahl stark zurückgegangen, diese Entwicklung führte zu einer erheblichen Angebotsverknappung. Als Folge stiegen die Preise, als auch die Nachfrage zum Ende des Jahres wieder anzog.

Im Corona-Jahr musste der Stahlhändler einem Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen. Die Erlöse brachen um 19 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro ein. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um zehn Prozent auf 111 Millionen Euro zurück. Auch wegen Restrukturierungskosten verdoppelte sich der Verlust in etwa auf 114 Millionen Euro.

Sparprogramm soll sich auszahlen

Im Zuge der Corona-Pandemie habe der Konzern 2020 das Programm Surtsey aufgelegt, das zum einen eine beschleunigte Digitalisierung umfasst, aber auch Restrukturierungsmaßnahmen. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde der geplante Abbau von insgesamt rund 1200 Stellen in Europa und den USA bereits zu über 80 Prozent umgesetzt. 

Die aus diesem Programm resultierenden positiven Effekte würden nun zunehmend sichtbar, erklärte Konzernchef Gisbert Rühl. So soll Surtsey in diesem Jahr zu Kostenentlastungen von über 100 Millionen Euro führen. Für das erste Quartal erwartet der Konzern, wie bereits bekannt, ein außergewöhnlich hohes operatives Ergebnis (Ebitda) vor wesentlichen Sondereffekten von 110 bis 130 Millionen Euro. "Und wir erwarten, dass wir am oberen Ende der Spanne landen werden," erklärte Rühl.

Das macht die Aktie von Klöckner & Co

Die Klöckner-Aktie -0,18% legte am Mittwoch leicht zu. Die Ergebnisse für 2020 entsprachen weitestgehend den Erwartungen, hieß es vom US-Analysehaus Jefferies. Die Experten bemerken aber auch, dass es trotz eines positiven Ausblicks keine detaillierte Prognose für 2021 gebe.

Sechs-Monats-Chart Klöckner (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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