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Konkurrenz für BioNTech: CureVac startet IPO an der Nasdaq – Preis steht fest

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac startet heute an der Börse in New York, um Geld für die Entwicklung seines Corona-Impfstoffs einzusammeln. Vor Börsenstart an der Nasdaq wurden nun die Details bekannt gegeben. Der Hauptinvestor von CureVac, SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, wird nach dem Börsengang die Kontrolle behalten.

CureVac ist bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 einer von mehreren Hoffnungsträgern weltweit - und nicht der einzige, der dafür frisches Geld an der Börse hebt. Die Mainzer Impfstoff-Forscher von BioNTech sind bereits erfolgreich dabei. Am Donnerstag startete die bereits in Hongkong notierte Aktie der chinesischen Firma Cansino zusätzlich in Shanghai - und der Kurs verdoppelte sich zeitweise.

Update: Am Freitag-Mittag teilte CureVac per Pflichtmitteilung mit: Das biopharmazeutische Unternehmen, das in klinischen Studien eine neue Medikamentenklasse auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) entwickelt, "gab heute anlässlich der Emission von 13.333.333 Stammaktien bekannt, dass der Preis je Aktie 16 US-Dollar beträgt."

Die Einnahmen daraus werden sich entsprechend auf rund 213,3 Millionen Dollar belaufen. In der Mitteilung heißt es weiter: "Zusätzlich gewährt das Unternehmen den Zeichnern eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu 1.999.999 zusätzlichen Stammaktien zum öffentlichen Angebotspreis, abzüglich Zeichnungsrabatte und Provisionen. Sämtliche Aktien werden von CureVac angeboten. Die Aktien sollen heute, am 14. August 2020, an der Nasdaq Global Market unter dem Tickersymbol 'CVAC' in den Handel aufgenommen werden."

Geringer Streubesitz

Insgesamt würden dem Unternehmen dann brutto rund 245 Millionen Dollar zufließen. Rund 150 Millionen Dollar der Erlöse sollen in die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes fließen. Mit weiteren 50 Millionen Dollar wird laut Börsenprospekt die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut. CureVac ist bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 einer von mehreren Hoffnungsträgern weltweit.

Der Hauptinvestor von Curevac, SAP+0,19%-Mitbegründer Dietmar Hopp, wird nach dem Börsengang die Kontrolle behalten. Nach der Aktienplatzierung soll Hopps Firma Dievini, die bisher Mehrheitseigentümer war, knapp 50 Prozent der Anteile halten. Die stattliche Förderbank KfW kommt dann noch auf knapp 17 Prozent und der Pharmakonzern GlaxoSmithKline -0,50% auf gut 8 Prozent.

In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde hatte CureVac bereits rund 560 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Darunter war auch der Bund, der im Juni den Einstieg der KfW für 300 Millionen Euro mitgeteilt hatte. Ziel war demnach auch, im Rennen um einen Corona-Impfstoff eine mögliche Übernahme aus dem Ausland zu verhindern. 

Nach Angaben der Bundesregierung ging die Initiative vom Unternehmen aus. Als weitere Investoren traten etwa der Staatsfonds von Katar und GlaxoSmithKline in Erscheinung. Das britische Unternehmen zählt zu den führenden Impfstoff-Konzernen in Europa. 

Verkauf und Exklusivproduktion stehen nicht zur Debatte

Anfang März hatte US-Präsident Donald Trump den damaligen Curevac-Chef Dan Menichella und weitere Pharmavertreter ins Weiße Haus eingeladen, um sich über die Impfstoffsuche zu informieren. Kurz darauf gab es Wirbel um die baden-württembergische Firma: Medienberichten zufolge versuchte Trump, den Impfstoff exklusiv für sein Land zu sichern und bot dafür einen hohen Betrag, was für Empörung sorgte. Hopp lehnte demnach jedoch sowohl einen Verkauf als auch eine Exklusiv-Produktion für Trump vehement ab. Danach stieg der Bund ein.

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