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K+S: Aktie mit der Trendwende

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es soll der große Befreiungsschlag werden: K+S hat einen Käufer für das amerikanische Salzgeschäft gefunden, der inklusive Schulden 3,2 Milliarden Dollar und damit deutlich mehr als erwartet zahlen will. Die Aktie von K+S steht nun vor einer Trendwende.

Konzernchef Burkhard Lohr kann die hohe Verschuldung nun womöglich noch mehr senken als bislang avisiert. Mittlerweile heißt es: "Das Maßnahmenbündel und die jetzt vereinbarte Transaktion werden dazu beitragen, dass die Verschuldung noch deutlicher zurückgeführt werden kann."

Mit "Maßnahmenbündel" sind zwei umfangreiche Sparprogramme gemeint. So braucht der nach dem Spartenverkauf kleinere Konzern weniger Verwaltung. Hier will das Unternehmen ab 2021 jährlich 60 Millionen Euro und damit 30 Prozent weniger ausgeben als noch 2019.

Bei einem anderen, schon etwas länger laufenden Programm, das auch Logistik, Produktion, Vertrieb und Marketing umfasst, kam K+S bereits gut voran. Bis Ende 2020 sollen hier wie geplant mehr als 150 Millionen Euro Synergien erreicht sein.

Positiver Cash-Flow voraus

Durch die Kostensenkungen will Lohr selbst im Fall eines niedrigen Preisniveaus für Standarddünger sowie einer witterungsbedingt schwachen Nachfrage nach Auftausalz einen positiven freien Mittelzufluss erzielen. Das ist auch notwendig, um die Schulden dauerhaft zu senken. Denn mit dem amerikanischen Salzgeschäft fällt ein recht verlässlicher, im Vergleich zum Düngergeschäft weniger schwankungsanfälliger Geldbringer weg.

Problemkind Dünger

Und gerade im Düngergeschäft lief es in den vergangenen Jahren alles andere als rund. Produktionsprobleme in Deutschland wegen mangelnder Entsorgungsmöglichkeiten für Abwässer machten dem Konzern schwer zu schaffen.

Als hier Lösungen gefunden waren, drehte sich der Wind auf dem internationalen Markt für Kalidünger. Die Nachfrage sank und damit auch die Preise. Der infolge des milliardenschweren Neubaus eines Kaliwerks in Kanada, das zudem mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatte, gestiegene Schuldenberg konnte auch daher nicht wie eigentlich geplant schrumpfen.

Das macht die Aktie von K+S

Experten werten den Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts vor allem wegen des erzielten Preises positiv. Viele bleiben aber eher skeptisch hinsichtlich der Geschäftsaussichten für das "neue" K+S.

An der Börse wird bereits etwas Vertrauensvorschuss erteilt. Die Aktie von K+S -0,84%, welche sich monatelang nur seitwärts bewegte, versucht sich am Ausbruch über die 7-Euro-Marke. Die durch den teuren Verkauf angetriebene Aktie konnte sogar die 200-Tage-Linie überwinden – ein weiteres Signal für einen Trendwechsel.

Mit Material von dpaAFX.
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