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K+S: Die Schmerzgrenze noch nicht erreicht?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Dünger- und Salzproduzent K+S streicht 100 Stellen im hessisch-thüringischen Kali-Revier. Die Anpassung im Werk Werra sei bis Ende 2021 vorgesehen, sagte heute ein Sprecher am Unternehmenssitz in Kassel. Man wolle dies ohne betriebsbedingte Kündigungen, sondern mit altersbedingter Fluktuation erreichen.

Momentan arbeiten rund 4.400 Menschen für K+S an der Werra, davon stammen etwa 1,000 aus Thüringen. Der Stellenabbau ist laut K+S Teil des Umbauprogramms "Shaping 2030". Damit will der Konzern effizienter und rentabler werden. Ziele seien optimierte betriebliche Abläufe und eine höhere Produktion.

K+S hat momentan ein weiteres Großprojekt: Angesichts eines Schuldenbergs durch den milliardenteuren Bau eines Kaliwerks in Kanada und sinkender Kalipreise arbeitet das Unternehmen an Schritten zum Schuldenabbau. Auch ein Teilverkauf des Amerika-Geschäfts wird geprüft.

Die Aktie von K+S -0,94% sackte heute massiv ab. Im MDAX war sie mit einem Minus von über acht Prozent auf das Tagestief bei 9,24 Euro das Schlusslicht. Das war der tiefste Stand seit Ende April 2005. Ein Blick auf den Chart offenbart, dass der Wert kurzfristig durchaus auch unter 9 Euro fallen könnte.

Die US-Investmentbank Bank of America (BofA) hat K+S am Mittwoch mit "Underperform" und einem Kursziel von 4,20 Euro in die Bewertung wieder aufgenommen. Der Dünger- und Salzkonzern habe keine wirklich attraktiven Möglichkeiten die hohe Verschuldung zu senken, schrieben die Analysten in einer Studie. Zudem verzögere sich die Erholung des freien Mittelzuflusses (Free Cashflow) wegen des Abschwungs des Kalimarkts. Derweil würde ein Verkauf des Salzgeschäfts den freien Mittelzufluss verwässern.

Andere Analysten sind deutlich zuversichtlicher: Die NordLB hat gestern die Einstufung für K+S -0,94% auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 14,40 Euro belassen. Die anstehenden Quartalszahlen der deutschen Chemie-Konzerne dürften die aktuelle Branchenschwäche widerspiegeln, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer aktuellen Sektorstudie. Da sich die Branchenwerte in den vergangenen zwölf Monaten überdurchschnittlich gut entwickelt und damit von der Geschäftsentwicklung der Unternehmen klar abgekoppelt hätten, habe sich allerdings auch das Risiko von Kursrückschlägen signifikant erhöht. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart K+S (in Euro)
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