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Krones: Erwartungen übertroffen, Aktie gibt Gas

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Trotz herber Rückgänge beim Erlös und operativem Ergebnis ist der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones besser ins Jahr gestartet als erwartet. Zudem stimmt der starke Auftragseingang im jüngsten Quartal den Vorstand des SDAX-Konzerns um Unternehmenschef Christoph Klenk weiter optimistisch. 

Der Umsatz der ersten drei Monate sei verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund sieben Prozent auf 875 Millionen gesunken, wie Krones am Freitag mitteilte. Der Erlösrückgang sei eine Folge des schwächeren Auftragseingangs aus dem zweiten und dritten Quartal 2020. Zudem erhole sich Europa langsamer von der Pandemie als andere Regionen, in denen das Unternehmen aktiv ist.

Markterwartungen geschlagen

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank prozentual doppelt so stark wie der Umsatz auf 76,5 Millionen Euro. Allerdings schnitt Krones bei beiden Kennzahlen besser ab, als Branchenexperten erwartet hatten. Der Vorstand um Konzernchef Christoph Klenk betonte, die Ergebnisse vom ersten Quartal 2020 seien nur leicht von der Corona-Krise beeinflusst worden. Unterm Strich verdiente Krones rund 16 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Der Überschuss lag im ersten Quartal mit 32,8 Millionen Euro selbst unter dem Wert von 2019.

Auftragseingänge nehmen zu

Optimistisch stimmte den Vorstand der Zuwachs bei den Bestellungen. "Der Aufwärtstrend beim Auftragseingang setzt sich fort", hieß es. Im ersten Quartal sei der Wert vergleichen mit dem Vorjahresquartal um 27 Prozent gestiegen auf knapp 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Damit liegt Krones wieder auf dem Vorkrisenniveau. Zwar wirke sich die Corona-Pandemie weiterhin auf die Investitionsbereitschaft der Kunden aus, schrieb Klenk. "Aber die Zahlen für das erste Quartal stützen unseren Optimismus." Zudem griffen die hauseigenen Maßnahmen zur Kostensenkung, die der Konzern bereits 2019 eingeleitet hatte. 

Prognose bestätigt 

An seinen Zielen für das laufende Jahr hält das Management fest. So soll der Umsatz um 2,5 bis 3,5 Prozent steigen. Die operative Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) soll auf 6,5 bis 7,5 Prozent steigen, nachdem der Wert im Corona-Jahr 2020 um 1,7 Prozentpunkte auf 4 Prozent zurückgegangen war. Zudem sollen vor Steuern jetzt 3 bis 4 Prozent des Umsatzes als Gewinn beim Unternehmen hängen bleiben. Im ersten Quartal lag dieser Wert bei 5,1 Prozent.

Das macht die Krones-Aktie 

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Krones-Aktie -2,86% legte am Morgen um bis zu drei Prozent zu und gehörte zuletzt mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 74,25 Euro zu den stärksten Titeln im Nebenwerte-Index SDax -1,02%.

Sechs-Monats-Chart Krones (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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