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Leoni: Autozulieferer ächzt unter Schuldenbergen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der zuletzt schwer angeschlagene Autozulieferer Leoni bleibt operativ weiter in der Gewinnzone, kämpft aber noch immer gegen einen Berg an Schulden. Die Netto-Finanzschulden seien zum Ende des dritten Quartals auf rund 1,7 Milliarden Euro geklettert, im Vergleich zu 1,5 Milliarden Euro zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, gab das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen bekannt. 

"Leoni hat sich auch unter den im dritten Quartal erheblich eingetrübten Rahmenbedingungen weiter stabilisiert", sagte Vorstandschef Aldo Kamper. Er sprach von Stop-and-Go-Betrieb bei einigen Kunden. Leoni habe sich den anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten erfolgreich gestellt. "Mit vollem Einsatz und höchster Flexibilität", wie er hinzufügte.

Starkes Umsatzwachstum 

In den ersten neun Monaten hatte Leoni seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,3 Prozent auf rund 3,82 Milliarden Euro erhöhen können. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von gut 95.000 auf gut 102.000 weltweit. Vor Zinsen und Steuern steht in den ersten neun Monaten ein Gewinn von 76 Millionen Euro zu Buche, nach einem Minus von 217 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Unter dem Strich ist das Konzernergebnis nach neun Monaten aber auch im Jahr 2021 mit minus acht Millionen Euro noch leicht negativ – nach minus 242 Millionen ein Jahr zuvor. In diese Rechnung fließen etwa die Kosten für ein Restrukturierungsprogramm mit ein. Leoni wird damit allerdings von kommendem Jahr an jährlich 700 Millionen Euro an Kosten einsparen.

Das macht die Leoni-Aktie 

Mit dem zweistelligen Minus am Mittwoch baute die Leoni-Aktie -6,18% die Verlustserie der vergangenen Tage und Wochen aus. Seit dem Mehrjahreshoch Ende August von 18,50 Euro ging es inzwischen um rund ein Drittel auf rund 12 Euro nach unten. Die früher im MDAX -4,17% und SDAX -5,86% notierte Aktie befindet sich wegen der Probleme und Krise des Unternehmens seit Jahren auf Talfahrt, auch wenn sie sich zumindest von ihrem Rekordtief von 4,30 Euro im Herbst 2020 erholen konnte.

Sechs-Monats-Chart Leoni (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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