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Leoni: Findet die Aktie einen Boden?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Leoni steckt nach langer Krise mitten im Umbau. Konzernchef Aldo Kamper bleibt optimistisch, dass der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialisten auf dem richtigen Weg sei. Jetzt konnte er einen Analysten überzeugen – und die Aktie reagierte prompt.

Der Umbau des kriselnden Autozulieferers läuft auf Hochtouren. Kürzlich konnte Konzernchef Kamper Fortschritte mit Blick auf die seit Sommer 2019 geplante Trennung von der Kabelsparte verkünden, nachdem sie wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten auf Eis gelegt worden war. Im Zuge des Umbaus will sich Leoni auf die größere, zuletzt aber klar defizitäre Bordnetzsparte konzentrieren. Hier verspricht sich das Unternehmen perspektivisch mehr Rendite.

Leoni befindet sich seit geraumer Zeit in schwierigem Fahrwasser. Zur Autoflaute kam 2020 dann mit voller Wucht die Corona-Pandemie hinzu. Eine staatlich verbürgte Kreditlinie in Höhe von 330 Millionen verschafft dem Unternehmen zumindest ein Stück weit Luft.

Ungeachtet dessen liegt ein zweites Quartal hinter dem Zulieferer, in dem der Umsatz massiv einbrach und sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich ausweitete. Laut Kamper ist der Tiefpunkt mittlerweile wohl durchschritten, doch bleibe der weitere Jahresverlauf "extrem herausfordernd". Daher gibt es auch keine konkrete Jahresprognose.

Trotz aller Probleme glaubt Kamper an einen Erfolg der Sanierung des Traditionsunternehmens. Beim Sparprogramm sieht der Manager Leoni auf Kurs. Bis Ende Juni sei ein Großteil der Maßnahmen umgesetzt worden, die ab 2022 zu jährlichen Bruttokosteneinsparungen von rund 450 Millionen Euro führen sollen. Damit sind bereits 90 Prozent des Plans erreicht.

Analyst gibt frischen Impuls

Analysten sind weniger optimistisch. Seit der Vorlage der Zahlen haben sich fünf Experten näher mit Leoni befasst. Ihr Votum ist eindeutig: Vier Analysten empfehlen den Verkauf der Anteilsscheine. Mit 4,90 Euro liegt ihr durchschnittliches Kursziel deutlich unter dem aktuellen Kurs von 6,13 Euro.

Nur Analyst Christian Glowa von Hauck & Aufhäuser strich die Verkaufsempfehlung für die Leoni-Aktien und hob die Papiere auf „Halten“ an. Eine Online-Investorenveranstaltung mit der Finanzchefin Ingrid Jägering habe seine Bedenken hinsichtlich eines langfristigen Anstiegs der Arbeitskosten etwas gemildert. Zudem dürften die großen Autohersteller die Kabelnetze auf mittlere Sicht wohl nicht so drastisch reduzieren, wie dies Tesla beim Modell Y passiert sei. Nach dem Einbruch des Aktienkurses dürften die weiteren Abwärtsrisiken nun begrenzt sein.

Das macht die Aktie von Leoni

Zuletzt riss vor allem der Corona-Crash die Leoni-Aktien +4,05% noch tiefer in den Keller. Kostete ein Anteilsschein Mitte Februar noch fast 13 Euro, waren es Anfang April noch etwas mehr als 5 Euro. Der anschließende Erholungsversuch, der die Aktien bis auf 9 Euro trieb, ist inzwischen fast komplett verpufft.

Mittlerweile hat sich eine Unterstützung im Bereich von 6 Euro etabliert. Auf diesem Niveau hat nach der H&A-Studie der Leoni-Kurs knapp 7 Prozent auf 6,28 Euro zugelegt.

Mit Material von dpaAFX.
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