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Leoni nach Zahlen: Trendwende nicht in Sicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim angeschlagenen Kabel- und Bordnetzspezialisten Leoni lässt eine Trendwende weiter auf sich warten. Im Geschäftsjahr 2019 rutschte Leoni noch tiefer in die roten Zahlen als ohnehin befürchtet.

Vor Zinsen und Steuern sei ein Verlust von 384 Millionen Euro angefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Nürnberg auf Basis vorläufiger Zahlen mit. 2018 hatte hier noch ein Plus von 144 Millionen Euro gestanden.

Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten schlecht an. Die Leoni-Aktie +0,54% verlor kurz nach Handelsbeginn rund acht Prozent und war damit Schlusslicht im Nebenwerteindex SDAX. Experten hatten angesichts der Krise der Autobranche, des laufenden Konzernumbaus und Problemen bei einem Großauftrag mit einem Verlust gerechnet, jedoch nicht in dieser Höhe.

Der Umsatz ging um 6 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro zurück und lag damit ebenfalls deutlich unter den Erwartungen von Branchenexperten.

Fortschritte gab es im Schlussquartal immerhin bei der Liquidität. Die verfügbaren Mittel seien in den letzten drei Monaten um rund sieben Prozent auf 624 Millionen Euro gestiegen, teilte Leoni mit. Ende 2018 hatte der Konzern allerdings noch rund eine Milliarde Euro zur Verfügung gehabt.

Seine vollständige Jahresbilanz will Leoni am 30. März vorlegen.

Konzernchef will Leoni wieder auf Kurs bringen

Leoni-Chef Aldo Kamper sprach von einem besonders herausfordernden Geschäftsjahr. "Wir befinden uns weiterhin in einer Situation, in der wir konsequent arbeiten müssen, um Leoni wieder auf Kurs zu bringen", verdeutlichte der Niederländer. Er verwies auf die positive Entwicklung des Free Cashflows, der sich deutlich verbessert habe.

Mit seinem laufenden Umbau- und Sparprogramm will Leoni ab dem Jahr 2022 jährliche Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro brutto realisieren. Bis Ende 2019 seien bereits 60 Prozent der geplanten Initiativen umgesetzt worden, hieß es.

Nichts Neues gab es mit Blick auf den geplanten Verkauf der Kabelsparte. Leoni will sich von der kleineren Sparte trennen und sich auf die größere, aber zuletzt defizitäre Bordnetzsparte konzentrieren. Ende vergangenen Jahres hatte Kamper gesagt, dass sowohl strategische Investoren als auch Finanzinvestoren großes Interesse an der Kabelsparte zeigten und der Verkauf im Laufe des Jahres 2020 erwartet werde.

Das macht die Aktie

Der erneute Kursabschlag trifft die bereits angeschlagene Leoni-Aktie verheerend. Im Jahr 2019 war das Papier mit einem Verlust von rund zwei Dritteln der schwächste Titel im SDAX, der im selben Zeitraum rund ein Drittel an Wert hinzugewann. Auf längere Sicht sieht es für den Kabel- und Bordnetzspezialisten an der Börse noch schlechter aus: In den zurückliegenden fünf Jahren beziffert sich das Minus sogar auf rund 80 Prozent.


Mit Material von dpaAFX.
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