DAX®15.100,90-1,94%TecDAX®3.291,62-2,06%S&P 500 I4.155,99-0,79%Nasdaq 10013.359,08-2,63%
finanztreff.de

L’Oréal: Quartalszahlen lassen Anleger kalt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine hohe Nachfrage nach medizinischen Hautpflegeprodukten und E-Commerce-Boom treiben die Erholung des Kosmetikkonzerns L'Oreal -1,46% an. Im ersten Quartal konnten die Franzosen deutlich mehr umsetzen als vor einem Jahr - und übertrumpften sogar den Jahresstart 2019, als an eine Corona-Pandemie noch nicht zu denken war. An der Börse ging es für die Aktie am Freitag allerdings abwärts.

Die Konzernerlöse kletterten in den drei Monaten bis Ende März im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Euro, wie L'Oreal am Vorabend nachbörslich mitgeteilt hatte. Ohne die Belastungen durch Wechselkurseffekte wäre das Plus sogar zweistellig gewesen.

Trotz der Corona-Pandemie und der entsprechenden Maßnahmen in einigen Ländern, insbesondere in Westeuropa, schreite die Erholung auf dem Kosmetikmarkt weiter voran, erläuterter L’Oréals Vorstands- und Verwaltungsratsvorsitzender Jean-Paul Agon die Lage für die Branche. Die Corona-Pandemie hatte dem Konzern vor allem im zweiten Quartal erheblich zugesetzt, ab dem zweiten Halbjahr ging es aber langsam wieder aufwärts. Im Weihnachtsquartal war die Belebung laut Unternehmen bereits deutlich spürbar, die sich nun im ersten Jahresviertel weiter beschleunigte. Dazu trug auch das erhebliche Wachstum um fast 50 Prozent bei den Internet-Verkäufen bei.

Hautpflegeprodukte und Luxusmarken bleiben beliebt

Wie schon in den Vorquartalen verbuchten die Franzosen abermals kräftige Zuwächse mit medizinischen Hautpflegeprodukten, die vor allem in Apotheken verkauft werden. Großer Beliebtheit bei den Kunden erfreuten sich laut Mitteilung Marken wie CeraVe, La-Roche-Posay ±0,000% und SkinCeuticals. Der Bereich hatte sich bereits im vergangenen Jahr als wichtigster Stützpfeiler des Konzerns erwiesen. 

Aber auch im Luxussegment konnte  L’Oréal im ersten Quartal prozentual zweistellig zulegen, hierzu gehören unter anderem höherpreisige Marken wie Lancome und Helena Rubinstein. Während das Profigeschäft mit Haarprodukten etwa von Redken und Kerastase dank vielfach wieder geöffneter Friseurläden und einem anziehenden Internet-Geschäft wieder in Schwung kam, zeigen sich die negativen Auswirkungen der Krise noch immer im Massengeschäft: Hier hinkt der Konzern den Vorjahreswerten vor allem wegen seines hohen Anteils bei dekorativer Kosmetik hinterher, die in der Krise auch wegen der Maskenpflicht weniger gefragt ist.

Ergebniszahlen erst zum Halbjahr erwartet

L’Oréal veröffentlicht üblicherweise zum Jahresstart lediglich Umsatzzahlen. Ergebniskennziffern gibt es erst zum Halbjahr. Die Bilanz für die ersten sechs Monate präsentiert der Konzern Ende Juli.

Das macht die Aktie von L’Oréal

An der Pariser Euronext -1,93% lag die L’Oréal-Aktie -1,46% vor dem Wochenende zuletzt mit rund zwei Prozent im Minus bei 335,90 Euro und gehörte damit zu den schwächsten Werten im EuroStoxx50. Allerdings hatte das Index-Schwergewicht erst kürzlich ein Rekordhoch bei mehr als 344 Euro erreicht. Auf Jahressicht hat der Anteilsschein mehr als ein Drittel hinzugewonnen, seit dem Corona-Zwischentief aus dem Frühjahr ging es sogar um rund 70 Prozent aufwärts.

Sechs-Monats-Chart L’Oréal (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie zahlen Sie am liebsten bei Online-Einkäufen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen