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Lufhansa: Ein verheerendes Fazit

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Einen Tag nach dem Quartalsbericht hat sich der Markt eine Meinung zur Lufthansa-Aktie gebildet. Das Fazit der Experten ist dabei ebenso verheerend wie der Ausblick des Lufthansa-Managements.

Der Vorstand stimmte die Mitarbeiter am Donnerstag auf betriebsbedingte Kündigungen ein. "Auf diese Situation können wir nicht mit den Methoden, Prozessen und Zeithorizonten der Vergangenheit reagieren", betonte der Vorstand Carsten Spohr. In den kommenden Wochen soll über die endgültige Stilllegung einzelner Flugzeugtypen und Teilflotten entschieden werden. Dort könnten Personalüberhänge über Jahre hinweg entstehen.

Bereits bekannt sind die Schließungspläne für Germanwings und die deutsche Tochter des Joint Ventures mit Turkish Airlines, SunExpress. Bei den Flugzeugtypen stehen besonders die vierstrahligen Großflugzeuge Airbus A380, A340 sowie die Boeing 747 auf dem Prüfstand.

Obwohl die Lufthansa ihren Flugverkehr inzwischen wieder schrittweise hochfährt, rechnet das Management für die zweite Jahreshälfte mit tiefroten Zahlen. Nachdem sich der operative Verlust in den ersten sechs Monaten bereits auf 2,9 Milliarden Euro summierte, ist ein Milliardenverlust auch für das Gesamtjahr ausgemachte Sache.

Analysten nicht entzückt

Analysten reagieren auf diese Aussichten mit Kürzungen der Kursziele. So haben Barclays, Berenberg, DZ Bank oder NordLB ihre Prognosen nach unten geschraubt.

Das zweite Quartal habe die Sorgen um den Barmittelfluss noch einmal untermauert und damit auch seine negative Einschätzung der Fluggesellschaft bestätigt, schrieb Berenberg-Analyst Adrian Yanoshik am Freitag. Zwar sei das Jahresviertel besser als befürchtet ausgefallen, der Erholungskurs sei aber unsicher.

DZ Bank Analyst Dirk Schlamp schreibt, er rechne unverändert mit einer langsamen Erholung des Luftverkehrs. Insbesondere das wichtige Langstreckengeschäft werde zunächst schwierig bleiben.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Nach anfänglichen Kursgewinnen am Donnerstagvormittag ging es für die Lufthansa-Aktie -0,78% steil bergab. Im Zuge negativer Analystenkommentare wird am Freitag dieser Trend fortgesetzt – zuletzt fiel die Aktie 4,0 Prozent auf 7,73 Euro.

Der Ausbruch aus dem seit Juni vorherrschenden mittelfristigen Abwärtstrend war damit nur von kurzer Dauer. Die Tiefs der vergangenen Monate rund um die Marke von 7,20 Euro rücken wieder in den Fokus.

Mit Material von dpaAFX.
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