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Lufthansa: Das wird für Aktionäre schmerzhaft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Zustimmung zum Rettungspaket konnte den Abwärtstrend der Lufthansa-Aktie nicht stoppen. Denn es stehen schmerzhafte Jahre vor der Airline – wie Großaktionär Heinz Hermann Thiele in einem Interview noch einmal betont.

Thiele rechnet damit, dass die Sanierung der deutschen Fluglinie "fünf bis sechs Jahre" dauern wird. "Das wird für alle Beteiligten ein schmerzhafter Weg", sagte Thiele in einem Interview der "Bild am Sonntag". Aber: "wie schmerzhaft, das kann heute keiner sagen." In jedem Fall gehe es darum, "die Lufthansa zukunftsfähig zu machen." Dazu werde das Management einen Restrukturierungsplan entwerfen.

"Aufgrund der umfangreichen Kredite, die verzinst und getilgt werden müssen, reichen Personal- und Sachkostenreduzierung nicht aus", sagte Thiele weiter. "Es müssen auch Beteiligungen von Tochtergesellschaften auf den Prüfstand. Man muss sich alles anschauen, was nicht für den absoluten Kernbetrieb für die nächsten Jahre erforderlich ist", so der der Großaktionär. Dazu gehöre auch das Catering-Geschäft in Europa oder Teile der Lufthansa-Technik.

Die Aktionäre des MDAX-Konzerns hatten am Donnerstag einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik zugestimmt. Damit kann die Lufthansa mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Das Hilfspaket hat ein Volumen von neun Milliarden Euro. Im Vorfeld hatte sich der Selfmade-Milliardär Thiele kritisch über den seiner Meinung nach zu starken Staatseinfluss geäußert.

Das machen die Aktien der Lufthansa

Die Aktien der Lufthansa +2,25% haben ihren jüngsten Kursrutsch am Montag vorbörslich ausgeweitet. Mit minus 2,4 Prozent rutschten die Anteile der Airline im frühen Handel auf das Niveau von Ende Mai zurück. In rund drei Wochen verloren sie inzwischen wieder gut 30 Prozent.

Denn auch das Rettungspaket konnte die Stimmung der Anleger nicht nachhaltig aufbessern, da die Verwässerung der Aktien durch den Staatseinstieg in den Fokus rückte und sich auch die Analysten vorsichtig äußersten. So sei die Nachricht über die Zustimmung zwar gut, da sie Unsicherheit herausnehme und einer Erholung den Weg bereite, kommentierte ein Bernstein-Analyst. Doch die Fluggesellschaft habe angesichts ihrer Schuldenlast noch einiges vor sich.

Mit Material von dpaAFX.
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