DAX®15.669,29+1,00%TecDAX®3.668,39+0,54%Dow Jones 3035.061,55+0,68%Nasdaq 10015.111,79+1,15%
finanztreff.de

Lufthansa: Ehrgeizige Ziele sollen Investoren anlocken

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Buchungszahlen steigen und die Zuversicht wächst: Die Lufthansa will nach der Corona-Krise wieder ähnlich profitabel werden wie in ihrem Rekordjahr 2017. "Jetzt ist es Zeit, mit Zuversicht nach vorne zu schauen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung der mittelfristigen Ziele für das Jahr 2024.

Die Unternehmensführung um Vorstandschef Spohr will die operative Marge vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigte Ebit-Marge) und die bereinigte Rendite auf das eingesetzte Kapital (bereinigtes ROCE) nach der Corona-Krise kräftig nach oben treiben. So soll die operative Marge im Jahr 2024 mindestens acht Prozent erreichen. Für die bereinigte Kapitalrendite ohne liquide Mittel nimmt sich der Vorstand mindestens zehn Prozent vor.

In ihrem Rekordjahr 2017 hatte die Lufthansa eine bereinigte operative Marge von 8,4 Prozent und eine bereinigte Kapitalrendite von 11,6 Prozent erzielt. 2019 waren die Werte auf 5,6 und 6,6 Prozent abgesackt, bevor die Corona-Krise die Lufthansa 2020 tief in die roten Zahlen riss.

Kosten müssen runter 

Um ihre neuen Ziele zu erreichen, will die Lufthansa ihre Kosten bis 2024 im Vergleich zu 2019 um etwa 3,5 Milliarden Euro senken. Die Hälfte davon soll bis Ende 2021 erreicht sein. Schon bis 2023 sollen die Personalkosten um etwa 1,8 Milliarden Euro schrumpfen. Die Hälfte davon sei durch den Abbau von fast 26.000 Arbeitsplätzen seit Beginn der Krise bereits erreicht. 

Kapitalerhöhung in Sicht 

Mit den neuen Zielen wirbt der Konzern vor der geplanten Kapitalerhöhung auch um die Gunst Investoren. Bereits auf der Hauptversammlung Anfang Mai hatten die Aktionäre dem Unternehmen grünes Licht für eine Kapitalerhöhung von bis zu 5,5 Milliarden Euro gegeben. Inzwischen hat die Lufthansa Banken mit der Vorbereitung der Maßnahme beauftragt. Finanzvorstand Remco Steenbergen hatte zuvor gesagt, dass der Konzern die von den Aktionären genehmigte Summe nicht vollständig ausnutzen werde.

Jüngsten Angaben des Konzerns zufolge erwägt der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes (WSF), auch unter Berücksichtigung der Marktbedingungen, sich ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel auf dem Wege einer sogenannten Opération Blanche an einer möglichen Kapitalerhöhung zu beteiligen.

Weitere Verluste erwartet 

Nach den tiefroten Zahlen im vergangenen Jahr, breiter staatlicher Schützenhilfe und massivem Stellenabbau hatte die Lufthansa auch im ersten Quartal einen Milliardenverlust eingeflogen. Für das laufende Jahr erwartet das Management, dass der Konzern im Tagesgeschäft (bereinigtes Ebit) weniger Verlust macht als 2020.

Das macht die Lufthansa-Aktie 

Der Kurs der Lufthansa-Aktie +2,00% sprang am Morgen zunächst um bis zu 1,5 Prozent nach oben. Um die Mittagszeit lag das Papier jedoch mit 1,21 Prozent im Minus bei 10,55 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern im MDAX +0,92% , dem Index der mittelgroßen Werte. Von dem bisherigen Jahreshoch bei knapp 13 Euro von Anfang März ist die Aktie inzwischen wieder weit entfernt.

Sechs-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 30 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen