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Lufthansa: Es bleibt ein Kampf

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Erholung wird für den schwer getroffenen Luftverkehr länger andauern als in den meisten anderen Branchen –  wohl bis 2024. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spoh stellt daher klar, dass die bislang geplanten Sparmaßnahmen nicht ausreichen.

Spohr hat die einst so stolzen Lufthanseaten am Dienstag in einer Video-Botschaft darauf vorbereitet, dass es nicht bei der Kürzung der Konzernflotte um 100 von früher gut 760 Flugzeugen bleiben wird.

Wegen der schlechten Geschäftsentwicklung stehen nun mindestens 30 weitere Jets und damit nach einer Faustregel auch rund 3.000 Crew-Jobs zur Disposition. Diese kämen noch zu den bereits angekündigten 22.000 Stellen hinzu, die ohnehin wegfallen sollen. Zu Beginn kommender Woche sollen konkrete Informationen auf den Tisch kommen.

Über den Weg zur neuen, schlankeren Lufthansa sind sich Unternehmen und Arbeitnehmer sechs Monate nach dem Corona-Einbruch immer noch bemerkenswert uneinig. Spohr empfiehlt in diesem Zusammenhang "innovative" Teilzeit-Modelle, schließt aber längst auch Kündigungen nicht mehr aus.

Während im Ausland bereits Tausende Beschäftigte die Lufthansa-Firmen verlassen haben, schwelt im Inland ein zäher Kampf mit den drei Gewerkschaften im Haus, möglicherweise zugedeckt und verlängert durch das staatliche Kurzarbeitergeld.

Einzig mit der vormals so widerborstigen Kabinengewerkschaft Ufo hat Lufthansa bislang Eckpunkte eines langfristigen Sanierungsvertrags geschlossen. Diese umfassen einen vierjährigen Kündigungsschutz für das Kabinenpersonal als Gegenleistung für Einsparmaßnahmen von mehr als einer halben Milliarde Euro bis Ende 2023.

Mit Verdi hat Lufthansa die Verhandlungen für das Bodenpersonal einseitig abgebrochen und bislang nicht wieder aufgenommen. Die größten Differenzen gibt es aber mit den Piloten – hier drohen neue Streiks.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Auch bei der Lufthansa-Aktie geht die Erholung kaum voran: Erst Anfang August hat das MDAX-Papier wieder das Kursniveau zu Zeiten des Corona-Crashs erreicht. Seitdem konnte sich die Kranich-Aktie zwar etwas verbessern. Doch die Marke bei 9 Euro, wo nicht nur ein horizontaler Widerstand, sondern auch die 90-Tage-Linie verläuft, bremst den Aufwärtstrend.

Mit Material von dpa-AFX.
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