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Lufthansa: Hier hakt es noch

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bei ihrem Stellenabbau in Deutschland stößt die Lufthansa auf Widerstand. Der Konzern setzt in der Corona-Flaute auf die Schließung von Teilgesellschaften, während die große Masse der Beschäftigten im Kern noch vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt ist und im laufenden Jahr mit Kurzarbeitergeld über die Runden kommt. An manchen Stellen wird sogar neu eingestellt.

Relativ schnell hatte sich der Konzern nach dem Einbruch im vergangenen Jahr entschieden, die ungeliebte Germanwings zu schließen. Nach dem vom Co-Piloten verursachten Absturz im März 2015 mit 150 Toten war der Markenname ohnehin weitgehend verschwunden und nur noch zum Dienstleister innerhalb der Eurowings-Marke degradiert worden. Auch die SunExpress Deutschland, ein Gemeinschaftsbetrieb mit Turkish Airlines, hatte unter Corona-Bedingungen keine Zukunft mehr. SunExpress-Crews hatten unter anderem touristische Langstreckenflüge unter dem Lufthansa-Logo absolviert.

2.600 Beschäftigte vor unsicherer Zukunft

Rund 2.600 Beschäftigte stehen so vor äußerst unsicheren Zukunftsperspektiven, auch wenn die Eurowings-Kerngesellschaft und die neue Eurowings Discover jeweils rund 300 Leute für weiter aufrecht zu erhaltende Flugangebote suchen.

Der Anwalt Martin Leufgen aus Rommerskirchen vertritt nach eigenen Angaben mehr als 150 Piloten und Flugbegleiter bei Kündigungsschutzklagen. Er ist der Meinung, dass die Betriebe auf andere Lufthansa-Gesellschaften übergegangen sind, die Leute daher nicht hätten gekündigt werden dürfen. Ab Juni werden sich damit die Arbeitsgerichte in Köln und Frankfurt beschäftigen. In ersten Güteterminen hat die Germanwings nach Auskunft beider Seiten keine Kompromissbereitschaft erkennen lassen.

Die Lufthansa sieht hingegen keinen Betriebsübergang, bei dem dann sämtliche Mitarbeiter übernommen werden müssten, wie eine Sprecherin bestätigt. Die rund 600 Stellen gebe man zwar bevorzugt an Bewerber aus dem Konzern, behalte sich aber die Bestenauswahl vor. Immerhin werde die Berufserfahrung berücksichtigt, lobt Verdi, wenn auch keine Kabinenchefs (Purser) gesucht würden. 

Thorsten Küfner

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