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Lufthansa: Hohe Nachteile wegen EU-Klima-Gesetze befürchtet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Lufthansa-Konzern fürchtet Belastungen in Milliardenhöhe durch das Klimaschutzpaket der EU-Kommission. Nach seiner bisherigen Einschätzung können die Pläne zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen für europäische Netzwerk-Fluggesellschaften führen, erklärte der Leiter Konzernpolitik, Kay Lindemann, am Freitag in Berlin. Außerdem drohten zusätzliche CO2-Emissionen, wenn Umsteigeflüge auf außereuropäische Drehkreuze verlagert werden.

Die EU-Kommission präsentiert am kommenden Mittwoch (14. Juli) ein Maßnahmenpaket, das dabei helfen soll, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken. Es wird daher "Fit for 55" genannt. Enthalten sein könnten darin in Bezug auf den Luftverkehr ein ausgeweiteter Emissionshandel, höhere Kerosinsteuern für innereuropäische Flüge sowie eine neue, schnell steigende Beimischungsquote für die teureren, nachhaltigen Flugkraftstoffe.

Milliardenkosten erwartet 

Aus den Maßnahmen könnten perspektivisch jährliche Belastungen zwischen ein und zwei Milliarden Euro entstehen, warnte Lindemann. Auf der anderen Seite könne die Konkurrenz vom arabischen Golf, aus der Türkei oder Russland die auf die EU begrenzten Regelungen leicht umgehen.

Gerechter Finanzierungsmechanismus gefordert 

Für die geplante Quote für nachhaltige Kraftstoffe müsse ein Finanzierungsmechanismus gefunden werden, der alle Anbieter gleichermaßen einbezieht, verlangt Lufthansa. Dazu könnte zum Beispiel in die Abgabenberechnung das Endziel der verkauften Tickets berücksichtigt werden. "Mehr Ambition beim Klimaschutz im Luftverkehr kostet, das ist klar", sagte Lindemann. Man sei grundsätzlich bereit, diesen Weg mitzugehen, wolle aber keine Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen.

Das macht die Lufthansa-Aktie 

Den schlechten Aussichten zum Trotz, kletterte die Lufthansa-Aktie am Freitagnachmittag um 2,2 Prozent auf 10,11 Euro. Rückenwind könnte den Papieren dabei das bestätigte Kursziel von 11 Euro durch das US-Analysehaus Bernstein Research geliefert haben.  

Große Airlines stünden vor einem schwierigen Balanceakt, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Sie müssten in der Erholung der Branche die Sicherung von Start- und Landerechten, den Personalstand und die Produktivität gut austarieren. Lufthansa und Air France-KLM schienen zu den Gesellschaften zu zählen, die auf verstärktes Wachstum setzen, während IAG bei den Kapazitäten etwas vorsichtiger agiere.

Sechs-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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