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Lufthansa: Massive Kursverluste – das ist der Grund

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Lufthansa stellt kurz vor der Bundestagswahl die Weichen für die Rückzahlung der deutschen Staatshilfen. Zu diesem Zweck will das MDAX-Unternehmen neue Aktien im Gesamtwert von 2,14 Milliarden Euro ausgeben, wie es am Sonntagabend in Frankfurt mitteilte. An der Börse reagierten die Anleger darauf mit wenig Begeisterung.

Ziel der milliardenschweren Kapitalmaßnahme ist die Rückzahlung der Hilfen, mit denen der deutsche Staat den Luftfahrtkonzern in der Corona-Krise im vergangenen Jahr vor dem wirtschaftlichen Aus gerettet hatte. Bis die Kapitalerhöhung vollzogen und das Geld bei der Lufthansa eingegangen ist, wird es aber bis nach der Bundestagswahl dauern, die am 26. September stattfindet. 

Niedriger Bezugspreis 

So sollen die neuen Anteilsscheine den Aktionären vom 22. September bis 5. Oktober im Bezugsverhältnis 1:1 zu einem Bezugspreis von 3,58 Euro angeboten werden. Ein Händler begründete die Kursverluste am Montagmorgen mit den Konditionen, etwa mit dem im Vergleich zum Aktienkurs niedrigen Bezugspreis.

Das sagen die Analysten

Bernstein-Analyst Daniel Roeska stellte in einer aktuellen Reaktion den Zeitpunkt etwas in Frage. Möglicherweise wäre es besser gewesen, auf deutlichere Anzeichen einer Erholung auf den Fernstrecken und bei Geschäftsreisen zu warten.

Stifel-Analyst Johannes Braun vermutet den Termin mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl gewählt. Die Fluggesellschaft verfolge offenbar das Ziel, die Maßnahme noch vorher in trockene Tücher zu bringen, schrieb er in einer am Montagmorgen vorliegenden Studie. Der Abschlag zum Börsenkurs reflektiere aber die Skepsis der Anleger, ergänzte der Experte.

Das macht die Lufthansa-Aktie

Die Kapitalerhöhung der Lufthansa -0,26% hat die Aktien am Montag vorbörslich belastet. Auf der Handelsplattform Lang & Schwarz rutschten die Papiere der Kranich-Linie gegenüber dem Xetra-Schluss von Freitag um gut sechs Prozent ab. Mit 7,711 Euro fielen sie damit auf das tiefste Niveau seit November 2020. Auf der Handelsplattform Tradegate dämmten die Aktien zuletzt ihre Verluste etwas ein und wurde gegenüber Xetra noch um rund drei Prozent schwächer gehandelt. An der Frankfurter Börse notierte die Aktie knapp eine Viertel Stunde nach dem Xetra-Start hingegen 2,8 Prozent fester bei 8,51 Euro.

Drei-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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