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Lufthansa Q1-Zahlen: Milliarden-Verluste und Restrukturierung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Lufthansa hat endgültige Zahlen für das erste Quartal vorgelegt und aufgrund der Corona-Krise einen Milliardenverlust eingefahren. Die Fluggesellschaft kündigte daher tiefgreifende Umstrukturierungsmaßnahmen an.

Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Minus von 2,1 Milliarden Euro nach einem saisontypischen Minus von 342 Millionen ein Jahr zuvor. Das Lufthansa bestätigte zudem die schon Ende April veröffentlichten Zahlen, nach denen sich der bereinigte operative Verlust im saisonal schwachen Quartal auf 1,2 Milliarden Euro erhöhte.

Das Konzernergebnis wurde von einem erwarteten Verlust bei Termingeschäften mit Treibstoff in Höhe von 950 Mio. belastet. Die Lufthansa nahm zudem Abschreibungen auf 50 dauerhaft stillgelegte Flugzeuge sowie auf Firmenwerte vor. Eine Prognose für das Gesamtjahr traut sich der Vorstand weiterhin nicht zu, erwartet aber unverändert einen signifikanten Rückgang des operativen Ergebnisses.

Um Kredite und Zinsen zügig zurückzahlen zu können, werde das Unternehmen seinen freien Barmittelzufluss im Vergleich zu Vorkrisenzeiten deutlich steigern müssen, sagte Vorstandsmitglied Thorsten Dirks. Dabei erwartet die Lufthansa nur eine schrittweise anziehende Nachfrage nach Flugreisen. Während zuletzt fast 700 der 763 Flugzeuge des Konzerns am Boden standen, dürften auch im kommenden Jahr noch 300 und im Jahr 2022 noch 200 Maschinen nicht fliegen, schätzt das Management. Für 2023 erwartet der Vorstand weiterhin eine um 100 Flugzeuge verkleinerte Flotte.

Die Lufthansa bereitet daher ihre Mitarbeiter trotz der geplanten Rettung durch den Staat auf herbe Einschnitte vor. "Angesichts der absehbar nur sehr langsam verlaufenden Erholung der Nachfrage müssen wir nun mit tiefgreifenden Restrukturierungen gegensteuern", sagte Vorstandschef Carsten Spohr. Das Management will die Stückkosten gegenüber dem Vorkrisenniveau "deutlich" senken. Genauere Angaben zu einem Stellenabbau machte die Lufthansa zunächst nicht.

Das macht die Aktie der Lufthansa

An der Börse sorgt der Quartalsbericht für wenig aufsehen. Größtenteils waren die Eckdaten bekannt und die Tatsache, dass die Lufthansa sich neu aufstellen muss, um die Kredite zurückzuzahlen, war ebenfalls erwartet worden. Vorbörslich notiert die Lufthansa-Aktie +0,79% mit 0,8 Prozent im Plus bei 9,56 Euro und entwickelt sich positiv mit dem Gesamtmarkt.

Mit Material von dpaAFX.
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