DAX®12.644,40+0,81%TecDAX®3.039,65-0,41%S&P 500 I3.465,62+0,32%Nasdaq 10011.662,91-0,02%
finanztreff.de

Lufthansa: Trotz Milliardenhilfe bald leere Kassen?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wenn die Lufthansa weiterhin so viel Geld verbrenne wie aktuell, sei die Kasse trotz Staatshilfe in einem Jahr leer, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Der Airline könnten damit noch stärkere Kürzungen bevorstehen.

Dass die zunächst geplante Verkleinerung der Flotte um 100 auf etwa 660 Maschinen möglicherweise nicht ausreicht, hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bereits Anfang August angekündigt. Seitdem geht er von einer Verringerung um "mindestens" 100 Maschinen aus.

Dem "Handelsblatt" zufolge ist sogar mit einer "erheblich" stärkeren Schrumpfung zu rechnen. Denn der Vorstand erwartet, dass der weltweite Luftverkehr erst im Jahr 2024 wieder das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht.

Weniger Maschinen, weniger Personal

In der Folge könnte die Zahl der Stellen beim Kabinenpersonal abhängig von der weiteren Entwicklung im Luftverkehr statt um 2.700 um knapp 4.000 sinken, schreibt das "Handelsblatt". Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Dienstag, in Sachen Personalabbau gebe es keine neuen Pläne. Es bleibe bei dem genannten Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen im Konzern.

Weil sich der Flugverkehr aber langsamer erholt als gedacht und die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit nicht vorankommen, hält es Vorstandschef Spohr seit Anfang August für nicht mehr realistisch, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Lufthansa verbrennt Milliarden

Dem "Handelsblatt" zufolge verbrennt die Lufthansa trotz der Hilfe durch Kurzarbeitergeld derzeit immer noch rund eine halbe Milliarde Euro pro Monat. Der Vorstand arbeite zwar daran, die Finanzierung auf neue Füße zu stellen, um die Staatshilfen wie geplant bis Ende 2023 zurückzuzahlen.

Sollten keine privaten Kapitalgeber bereitstehen, lägen die Hoffnungen aber erneut auf dem Staat. "Die Frage ist nur, ob die Lufthansa-Führung vor oder nach der Bundestagswahl ihren Bedarf in Berlin deklariert", zitiert die Zeitung eine Quelle aus dem Konzern. Die Wahl ist für September 2021 angesetzt. Ohne ein schlüssiges Konzept brauche die Firmenleitung aber in Berlin nicht anzuklopfen, hieß es.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Trotz des bedenklichen Presseberichts kann sich die Lufthansa im frühen Dienstagshandel gut halten. Das MDAX-Papier legt leicht um 0,4 Prozent zu und kann den Aufwärtstrend der vergangenen Tage fortsetzen.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Volkswirte gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland im nächsten Jahr wieder anzieht, wenn der Sondereffekt der Mehrwertsteuersenkung ausläuft. Glauben Sie das auch?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen