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Lufthansa: UBS-Studie verleiht Aktie Auftrieb

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine zuversichtlich stimmende Studie der UBS zur Lufthansa hat den Aktien der Fluggesellschaft am Montag Auftrieb verliehen. Trotzdem bleibt das Chartbild eingetrübt. Weiterhin am Boden verankert ist zudem ein Flugzeugtyp des Flugzeugbauers Airbus, welcher nach wie vor im Dienst der Kranich-Airline steht. 

UBS-Analyst Jarrod Castle von der Schweizer Großbank strich in der Studie seine Verkaufsempfehlung für die Lufthansa-Aktie  und votiert nun mit "Neutral" und einem von 4,90 auf 7,05 Euro angehobenen Kursziel. Der Ausblick für die Airline habe sich aufgehellt, schrieb er. Die Fortschritte im dritten Quartal veranlassten zur Annahme, dass der Konzern 2024 eine Marge von über acht Prozent erreichen werde.

A380-Aus bestätigt 

Weniger rosig sind hingegen die Aussichten für die acht verbleibenden Super-Jumbos des Typs Airbus A380. Während der Konkurrent British Airways inzwischen wieder täglich mit dem weltweit größten Passagierflugzeug die Strecken von London nach Frankfurt oder Madrid fliegt, um ihre Crews auf den vorgeschriebenen Trainingsstand zu bringen, hat die Lufthansa das Kapitel offiziell geschlossen. 

Das sei kein Thema mehr, hatte Chef Carsten Spohr noch zur Vorstellung der Quartalszahlen gesagt. Die 14 Maschinen stehen eingemottet im spanischen Teruel, sechs davon hat Airbus bereits zu einem ungenannten Preis zurückgenommen. Am Frankfurter Flughafen, wo eigens eine A380-Wartungshalle und mehrere Extra-Flugsteige gebaut wurden, sind derzeit nur wenige A380 zu sehen: von Emirates und British Airways.

Hohe Unterhaltskosten 

Die Probleme der vierstrahligen A380 zeigten sich schnell im kommerziellen Betrieb. Selbst 509 Sitze in der vergleichsweise großzügigen Lufthansa-Konfiguration sind ein nur schwer zu füllender Klotz im Flugplan. Die A380 funktioniert nur auf wenigen Rennstrecken der Welt, wenn sie regelmäßig nahezu ausgebucht werden kann. Wenn zu viele Sitze leer bleiben, steigen Kerosin-Verbrauch und CO2-Belastung pro Kopf in unwirtschaftliche und unnötig umweltschädliche Dimensionen.

Weitere Probleme der A380 sind hohe Wartungskosten und wegen der geringen Gesamtstückzahl auch die knappen und teuren Ersatzteile, wie der Hamburger Luftfahrtexperte Gerald Wissel erklärt. Auch seien nur wenige Flughäfen auf der Welt in der Lage, die Riesenjets abzufertigen, was die Flexibilität weiter einschränke. "Die Zeit der Vierstrahler ist wohl tatsächlich vorbei", sagt Wissel, der gleichwohl erwartet, dass die europäischen Drehkreuze schon bald nach dem Ende der Corona-Krise an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werden. Statt immer größerer Flugzeuge könnten dann mehr Flüge mit zweistrahligen und kleineren Jets wie der A350 von Airbus oder der Boeing 787 auch zu kleineren Flughäfen angeboten werden.

Das macht die Lufthansa-Aktie 

Bei den Anlegern kommt die UBS-Studie gut an:  Im vorbörslichen Handel gewann die Lufthansa-Aktie -0,85% auf Tradegate 1,1 Prozent zum Xetra-Schluss auf 6,62 Euro. Damit könnten sie nach ihrem jüngsten Rückschlag wieder die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend zurückerobern.

Sechs-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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