DAX®12.655,75+0,90%TecDAX®3.046,88-0,17%S&P 500 I3.461,62+0,21%Nasdaq 10011.662,91-0,02%
finanztreff.de

Lufthansa: Überlebende einer neuen Preisschlacht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Freie Kapazitäten, weniger Passagiere – laut einem Ryanair-Manager gefährliche Voraussetzungen für eine neue Preisschlacht unter den Airlines, die zu einer beschleunigten Konsolidierung des Sektors führen könnte.

Die Ticketpreise dürften "unglaublich sinken", sagte Ryanairs Marketing- und Digitalchef Dara Brady in einem Interview mit der Fachzeitschrift "FVW". "Es wird im nun anstehenden Kampf um die Passagiere wieder Flüge für fünf Euro geben." Nach seiner Einschätzung dürfte die schwierige Lage in der Coronavirus-Pandemie weitere Fluggesellschaften vom Markt verdrängen: "Schwache, kleine Airlines werden diese Krise nicht überstehen können."

Ryanair-Manager hatten bereits vor der Krise immer wieder gesagt, dass es in Europa mittelfristig nur noch vier bis fünf große Airlines geben dürfte. "Covid-19 wird diesen Konsolidierungsprozess beschleunigen", sagte Brady nun. Neben Ryanair haben aus seiner Sicht die Konzerne Lufthansa +2,24%, Air France-KLM -1,10% und die British-Airways-Mutter IAG +1,12% die besten Aussichten.

Preise bei Lufthansa-Tochter noch auf Vorjahresniveau

Eurowings-Chef Jens Bischof hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass die Ticketpreise bei der Lufthansa-Tochter zuletzt weitgehend etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben seien. Ab September sollen Eurowings-Kunden schon bei der Ticketbuchung einen freien Mittelsitz hinzukaufen können. Außerdem sollen sie künftig bereits im Basistarif Pakete mit erweiterten Umbuchungsmöglichkeiten erwerben können.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Die anhaltende Corona-Krise macht der Lufthansa-Aktie zu schaffen. Zuletzt waren es neue Reisebeschränkungen und -warnungen, die dem MDAX-Papier zusetzten.

Am Dienstag ging es für die Aktie der Lufthansa rund 2,4 Prozent nach unten – nicht nur wegen der tristen Aussichten für die Branche seitens des Ryanair-Managers, sondern auch weil die die Erholung am Frankfurter Flughafen weiter stockt. In der Woche vom 24. bis 30. August zählte Fraport 319.207 Fluggäste und damit 79 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche ein Jahr zuvor und rund 11.000 Passagiere weniger als in der Vorwoche.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Volkswirte gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland im nächsten Jahr wieder anzieht, wenn der Sondereffekt der Mehrwertsteuersenkung ausläuft. Glauben Sie das auch?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen