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Lufthansa und Fraport plötzlich Corona-Profiteure?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Impfstart gegen Covid-19 in Europa macht weiter Hoffnung auf eine baldige Beherrschung der Corona-Pandemie. Die Aktien von Lufthansa und Fraport gehören nach Weihnachten zu den gefragtesten Aktien im MDAX. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte sich in einem Gespräch mit der Welt am Sonntag positiv zur Liquiditätslage der Airline geäußert.

Man habe die Kosten deutlich besser als geplant unter Kontrolle bekommen, so Spohr.  Auch deshalb sei die Liquidität aktuell "höher als erwartet". So hat die Kranich-Airline von den insgesamt knapp neun Milliarden Euro Staatshilfen von verschiedenen Ländern "bisher nur 3 Milliarden Euro abgerufen und noch nicht viel davon ausgegeben".

Dieses Statement kommt an der Börse heute sehr gut an, die Lufthansa-Aktie +1,05% klettert im MDAX zeitweise bis auf 10,61 Euro. Und wenn es der Lufthansa gut geht, freut sich auch der Frankfurter Flughafen: Die Fraport-Aktie -0,56% legt ebenfalls überdurchschnittlich zu.

12-Monats-Chart Lufthansa


Zuletzt hatte es auch seitens der Analysten immer wieder auch Sorgen gegeben, die Lufthansa könnte 2021 womöglich weitere Kapitalhilfen benötigen. Danach sieht es derzeit nicht aus. Heißer Kandidat für neue Milliardenspritzen ist hingegen Air France-KLM -2,60%, dem der französische Staat laut der Zeitung Le Monde bereits weitere Zahlungsbereitschaft signalisiert hat.

Die teilverstaatlichte Lufthansa +1,05% besorgt sich hingegen derzeit am privaten Kapitalmarkt erfolgreich frisches Geld - mit dem erklärten Ziel, die langfristig sehr teure Staatsbeteiligung von 9 Milliarden Euro zurückzuführen. Der Konzern hat hunderte Flugzeuge auf den Boden geholt. Großraumjets mit vier Triebwerken und hohem Kerosinverbrauch wie der Airbus ±0,00% A380 oder ältere Boeing-Jumbos vom Typ 747-400 wurden aus dem Verkehr gezogen und auch die Belegschaft schrumpft. Nach dem Verkauf des Catering-Geschäfts in Europa sind noch rund 109.000 Menschen beim Kranich beschäftigt, der zumindest bei der deutschen Kernmarke noch keine Entlassungen vollzogen hat.

Mit den Gewerkschaften der Flugbegleiter, des Bodenpersonals und der Piloten gibt es Vereinbarungen zu Sparmaßnahmen, die betriebsbedingte Kündigungen überflüssig machen sollen.

Der scheidende Generaldirektor des globalen Airlineverbandes IATA, Alexandre de Juniac, hat unterdessen noch einmal mächtig Druck gemacht, um den Neustart der Luftverkehrsbranche in den kommenden Monaten mit Hilfe massenhafter Corona-Schnelltests zu beschleunigen.

Nur wenn die Corona-Impfstoffe schnell verteilt werden und zudem deutlich mehr Passagiere mit Hilfe von negativen Schnelltests reisen dürfen, erwartet die IATA zur Jahresmitte 2021 eine Erholung der Ticketnachfrage in Europa. (Mit Material von dpa-AFX)

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