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Lufthansa Zahlen: Keine schnelle Erholung in Sicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Zusammenbruch des Flugverkehrs hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebrockt – und noch immer ist keine Erholung in Sicht. Immerhin hatten die Analysten mit noch höheren Verlusten gerechnet.

Bei nur noch vier Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Umsatz um 80 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor. Der operative Verlust lag mit knapp 1,7 Milliarden Euro noch höher. Von Lufthansa befragte Analysten hatten hier mit einem Verlust von fast zwei Milliarden Euro gerechnet.

Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankte das Unternehmen einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo, die von der stark gestiegenen Nachfrage nach Frachtflügen profitierte.Das operative Ergebnis der Tochter verbesserte sich im zweiten Quartal auf 299 Millionen Euro.

Keine schnelle Erholung in Sicht

"Wir erleben eine Zäsur des globalen Luftverkehrs", sagte Vorstandschef Carsten Spohr. " Erst ab Mitte Juni konnte mit der Aufhebung der Reisewarnungen innerhalb Europas das Angebot wieder ausgebaut werden. Vor 2024 rechnen wir nicht mehr mit einer anhaltenden Rückkehr der Nachfrage auf das Vorkrisenniveau." Vor allem auf den Langstreckenverbindungen werde es keine schnelle Erholung geben.

Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens 100 Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen. Bis Ende Juni hat die Lufthansa die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr bereits um knapp 8.300 gesenkt.

Die Lufthansa verschärft zudem angesichts stockender Verhandlungen mit den Gewerkschaften in der Corona-Krise ihre Gangart beim Abbau tausender Arbeitsplätze. Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, ist angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr auch für Deutschland nicht mehr realistisch.

Das macht die Aktie der Lufthansa

Dass der Verlust weniger hoch als erwartet ausgefallen war, kann die Lufthansa-Aktie -0,78% im vorbörslichen Handel stützen. Auf Tradegate legt das MDAX-Papier rund 1,4 Prozent auf 8,30 Euro zu und kann sich damit aus dem seit Juni bestehenden Abwärtstrend befreien. Wirkliche charttechnische Erholung ist aber ebenfalls nicht in Sicht.

Mit Material von dpaAFX.
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