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Macht die Deutsche Börse dicht?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Für die Aktien der Deutschen Börse geht es heute rasant bergab. Eigentlich sollte der Börsenbetreiber vom aktuell höheren Handelsvolumen profitieren – doch Anleger haben dennoch Grund zur Sorge.

Händler begründeten die deutlichen Verluste der Aktien des Börsenbetreibers, der eigentlich zu den Profiteuren extremer Volatilität und hoher Umsätze gehört, mit der Erwartung möglicher Börsenschließungen.

Der Druck werde größer angesichts der massiven Verwerfungen, merkte ein Marktteilnehmer an. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass man vor einer Normalisierung der Lage die Vernichtung von Aktienwerten in diesem Umfang zulasse. Ein weiterer Händler verwies auf die Gefahr erheblich sinkender Provisionen angesichts der deutlich gesunkenen Kurse.

Die US-Regierung will die Aktienmärkte trotz großer Kursschwankungen zwar offenhalten. Es sei aber möglich, dass die Handelszeiten verkürzt würden, sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Dienstag in Washington.

Das sagt die Deutsche Börse

Die durch die Coronavirus-Krise ausgelöste Talfahrt ist für die Deutsche Börse jedoch kein Grund zur Einstellung des Handels. "Die Folge einer Schließung der Märkte wäre Intransparenz. Die Folge hiervon wäre noch größere Unsicherheit", sagte ein Sprecher des Marktbetreibers. Die Verwerfungen an den Märkten würden dann noch drastischer werden.

Zudem gibt es auch keine rechtliche Grundlage. Nur etwa bei technischen Störungen, Informationsungleichgewichten oder bei Hinweisen auf Marktmanipulation kann die Geschäftsführung der Börse der Handel insgesamt oder für einzelne Wertpapiere aussetzen.

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kann der Deutschen Börse einer Sprecherin zufolge eine solche Maßnahme nicht vorschreiben. Ein solcher Schritt könnte allenfalls von der Bundesregierung beschlossen werden, was Marktexperten aber im aktuellen Fall für äußerst unwahrscheinlich halten.

Das sagen die Analysten

Die Commerzbank hat das Kursziel für Deutsche Börse von 174 auf 144 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Durch die Zinssenkung der Federal Reserve gegen null Prozent sinke der Nettozinsgewinn bei Clearstream deutlich und dies sei eine schlechte Nachricht für die Deutsche Börse, schrieb Analyst Christoph Blieffert in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Börsenbetreiber sei aber gut positioniert, um erfolgreich durch die Krise zu kommen.

Das macht die Aktie der Deutschen Börse

Die Aktien der Deutschen Börse -0,30% haben ihre Talfahrt am Mittwoch als zweitschwächster Wert im DAX fortgesetzt. Die Aktie fiel zuletzt über 10 Prozent auf 98,18 Euro und rutschte damit in einen Bereich, wo sie zuletzt Ende 2017 notiert hatte.

Mit Material von dpaAFX.
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