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Merck: Laborsparte sorgt für glänzendes Wachstum

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat der Corona-Pandemie 2020 getrotzt und Umsatz und Ergebnis kräftig gesteigert. Dabei half vor allem die brummende Laborsparte, die auch von einer gestiegenen Nachfrage im Zusammenhang mit Covid-19 profitierte. Zudem bleibt der DAX-Konzern für das laufende Geschäftsjahr positiv gestimmt.

Die Erlöse stiegen so auch dank Übernahmen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um fast 19 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Für den starken Anstieg war auch eine Auflösung von Rückstellungen verantwortlich, nachdem Merck einen Patentstreit mit dem US-Konzern Biogen gewonnen hatte. Nach Steuern stieg der Gewinn um gut die Hälfte auf fast zwei Milliarden Euro. 

Obwohl das Laborgeschäft florierte, hatte Merck im vergangenen Frühjahr auch dort die Pandemie zu spüren bekommen. Wegen der Lockdowns blieben Forschungseinrichtungen und gewerbliche Labore geschlossen. Im zweiten Halbjahr erholte sich das Merck-Geschäft mit Produkten und Dienstleistungen für akademische Forschungseinrichtungen wieder etwas. Auch der Bereich für Produkte für Forscher und gewerbliche Labore erzielte 2020 noch ein leichtes Wachstum. 

Weiteres Wachstum erwartet

Für das neue Jahr erwartet Merck nun ein starkes organisches Umsatzwachstum, zu dem alle Bereiche beitragen sollen - vor allem erneut das Laborgeschäft. Das bereinigte Ebitda soll organisch im hohen einstelligen bis niedrigen Zehnerprozentbereich wachsen. Unter Berücksichtigung des Beitrags aus aufgelösten Rückstellungen in 2020 geht Merck beim bereinigten Ebitda von einem leichten bis moderaten organischen Plus aus. 

Das sagen die Analysten

Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Merck nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 118 Euro belassen. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern habe starke Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Ulrich Huwald. Der Ausblick für die einzelnen Bereiche des Konzerns entspreche seinen Erwartungen. Die hohe Bewertung der Aktien erlaube aber nur die Einstufung "Halten".

Weniger zuversichtlich ist hingegen die US-Bank Goldmann Sachs: Das Schlussquartal 2020 des Pharmakonzerns entspreche weitgehend den Konsensschätzungen, schrieb Analyst Krishna Chaitanya Arikatla. Folglich hielt die Investmentbank an Ihrer "Sell"-Einstufung und dem Kursziel von 107 Euro fest.

Das macht die Aktie von Merck

Am Donnerstag notierte die Merck-Aktie -1,84% uneinheitlich. So gelang den Papieren nach einem schwachen Handelsstart eine kurze Erholungsrallye, die zuletzt jedoch wieder ins Minus rutschte. Seit Jahresbeginn summieren sich die Kursverluste inzwischen auf rund acht Prozent.

Sechs-Monats-Chart Merck (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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