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Merck: Neue Wachstumsziele treiben Aktie an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat sich unter neuer Chefin ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Belen Garijo will mit höheren Investitionen ein weltweit führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen formen. Den Angaben zufolge will Merck seinen Umsatz bis 2025 auf etwa 25 Milliarden Euro steigern. 2020 waren 17,5 Milliarden erzielt worden. Für das laufende Jahr war die Umsatzprognose zuletzt schon auf 18,8 bis 19,7 Milliarden angehoben worden.

Die neuen Umsatzziele bis 2025 lägen über der Konsensschätzung, deshalb sei hier an der Obergrenze beim Konsens ein Spielraum von bis zu zehn Prozent, schreibt Analyst Richard Vosser von JPMorgan. Seine eigenen Schätzungen für den Umsatz lägen sogar 13 Prozent unter den neuen Merck-Zielen, so Vosser.

Übernahmen scheinbar einkalkuliert 

Laut Experte Michael Leuchten von der UBS läutet der Konzern eine Phase höherer Investitionen ein. Das in den Zielen implizierte jährliche Wachstum liege mit sechs Prozent über den Markterwartungen von fünf Prozent. Die Ausgaben für Zukäufe, Forschung und andere Investitionen würden in dieser Zeit um mehr als die Hälfte erhöht. Es scheine, als ob externe Übernahmen zu dem Umsatzziel etwa zwei Milliarden Euro beitragen sollen.

Das macht die Aktie von Merck

Am Kapitalmarkttag haben die Aktien der Merck KGaA -0,15% von neuen Wachstumszielen profitiert. Sie entgingen dem allgemein weiter schwachen Marktumfeld mit einem Anstieg um zwei Prozent auf 203,90 Euro, was sie im DAX +0,27% zum Spitzenreiter machte. Der Merck-Kurs näherte sich nach zwei schwachen Tagen wieder dem zu Wochenbeginn aufgestellten Rekord von 207,90 Euro. An der 21-Tage-Linie, die aktuell bei 201,09 Euro verläuft, haben sich wieder Käufer gefunden.

Die Aktionäre von Merck sind schon länger Rekorde gewohnt. Den Corona-Crash bis auf gut 76 Euro im März 2020 hatte die Aktie binnen weniger Monate wett gemacht, schon im September 2020 fiel der erneute Startschuss für eine Rekordrally. Diese nahm Anfang Juni Fahrt auf, als die Aktien noch knapp unter 150 Euro gehandelt wurden. Seither gilt ein Boom in der Laborsparte wegen der Corona-Krise als großer Treiber. Binnen der drei Monate hat der in der Spitze fast 40 Prozent zugelegt.

Sechs-Monats-Chart Merck (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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