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Metro: Nach Jahresbericht gelingt Befreiungsschlag

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es war ein schwieriges Jahr für den Großhandelskonzern Metro – und im neuen Geschäftsjahr dürfte es angesichts neuer Corona-Maßnahmen kaum besser werden. Doch Metro rechnet mit Nachholeffekten dank einer schnellen Erholung von Gastronomie und Tourismus.

Das vergangene Geschäftsjahr war von der Pandemie geprägt, insbesondere das dritte Quartal, in das der erste flächendeckende Lockdown fiel. Die Ergebnisse lagen dennoch am oberen Ende der ausgegebenen Prognose. So sank das bereinigte Ebitda um knapp 17 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Unter dem Strich profitierte Metro von dem Verkauf der Mehrheit des China-Geschäfts und steigerte den Gewinn von 322 Millionen auf 460 Millionen Euro. Im fortgeführten Geschäft – ohne China und die ebenfalls verkauften Real-Märkte – stand jedoch ein Verlust von 140 Millionen Euro.

Der Umsatz nahm um 5,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro ab. Im vierten Quartal sei jedoch eine weitere erhebliche Trendverbesserung in allen Regionen und eine Geschäftsentwicklung annähernd auf dem Niveau des Vorjahres erreicht worden, hieß es von Metro. Der Konzern konnte dabei eigenen Angaben zufolge sogar deutliche Marktanteile im Kerngeschäft gewinnen.

Prognose für das neue Geschäftsjahr

Für 2020/21 (per Ende September) geht Metro insgesamt von weiteren Rückgängen bei Umsatz und operativem Ergebnis aus. Die größten Belastungen erwartet Metro dabei in Regionen mit hohem Gastronomieanteil, insbesondere in Westeuropa. Russland dürfte sich hingegen besser entwickeln als die Metro insgesamt. Dies liegt auch an den selbstständigen Händlern, die dort einen großen Anteil des Geschäfts ausmachen.

Beim bereinigten operativen Ergebnis erwartet Metro ein Minus im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. So geht das Management für einen Monat mit vollständigem Lockdown von Umsatzeinbußen im gesamten Länderportfolio von durchschnittlich 400 Millionen Euro aus. Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres erwartet das Unternehmen dann eine deutlich bessere Entwicklung als in den ersten sechs Monaten.

Das machen die Aktien von Metro

Nach einem Abwärtstrend in den vergangenen Wochen sind die Aktien von Metro -1,75% am Dienstag auf Erholungskurs. Im frühen Handel ging es um 3,6 Prozent nach oben – ein Befreiungsschlag. Ein Händler vermutete eine Erholungsbewegung, nachdem sich die Aktien zuletzt ihrem Tief seit Ende März genähert hatten. Eine nachhaltige Trendwende bleibt fraglich.

Den Ausblick fasste das Gros der Analysten eher verhalten auf: Der Lockdown noch bis ins zweite Quartal belasten, bevor Metro dann mit einem Nachholeffekt und einer schnellen Erholung in den wichtigen Kundenkreisen Gastronomie und Tourismus rechnet, hieß es seitens der Baader Bank.

Mit Material von dpaAFX.
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