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Metro: Wenn sich zwei streiten…

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das zunehmende Tauziehen zweier Großaktionäre um den Metro-Konzern hat am Montag die Aktionäre erfreut. Der mit rund 30 Prozent aller Aktien größte Eigentümer Daniel Kretinsky will weiter aufstocken – das treibt den Kurs nach oben.

Der Kurs der Metro-Aktie kletterte am Montagvormittag um knapp neun Prozent nach oben und erstmals seit sieben Wochen über die Marke von 9 Euro. Damit lag der Kurs über dem Angebotspreis, den Kretinsky den Aktionären unterbreitet hat: Je Stammaktie will die Holding EPGC des tschechischen Milliardärs den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis von 8,48 Euro bezahlen.

Kretinsky stehen die beiden Aktionäre Beisheim und Meridian gegenüber, die mit insgesamt 23 Prozent aller Metro-Aktien zumindest über eine faktische Sperrminorität verfügen. In Industriekreisen wird vermutet, dass Kretinskys EPGC nach dem nun unterbreiteten Mindestangebot weitere Aktien hinzukaufen und den Einfluss ausweiten dürfte, ohne aber eine weitere teure Offerte zur Komplettübernahme unterbreiten zu müssen – die wiederum vermutlich wieder an Beisheim und Meridian scheitern dürfte.

So sieht es auch Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank: "Wir sehen dieses Pflichtangebot seitens EPGC eher als strategische Maßnahme". Für den Fall weiterer Zukäufe von Metro-Aktien müsste diese dann nicht erneut ein Pflichtangebot zur Übernahme machen. Der Experte sieht die Metro-Aktien aus fundamentaler Perspektive mit 9 Euro fair bewertet. "Vor diesem Hintergrund empfehlen wir, die Metro-Aktie weiter zu halten und das Übernahmeangebot nicht anzunehmen".

Das macht die Aktie von Metro

Seit Anfang dieses Jahres ging es mit der Metro-Aktie -0,12% kräftig abwärts, die Corona-Krise im Frühjahr tat ihr übriges. Nach einer anschließenden Erholung dümpelte die Aktie seit Mai in einer Seitwärtsspanne zwischen etwa 7,50 und 9,30 Euro vor sich hin. Vor allem die fatalen Folgen der Corona-Krise für die Gastronomie als wichtigste Kundengruppe des Großhändlers verhinderten bislang eine Kurserholung.

Mit Material von dpaAFX.
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