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Microsoft: Hackerangriff setzt Aktie unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wegen einer vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Sicherheitslücke sind laut US-Medienberichten weltweit Zehntausende E-Mail-Server von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen Opfer von Hacker-Attacken geworden. An der Börse notierte die Microsoft-Aktie im vorbörslichen US-Handel leicht schwächer. 

Für die Schwachstelle in Microsofts Software Exchange Server gibt es seit vergangenem Mittwoch zwar ein Sicherheitsupdate. Es muss aber erst von den Kunden selbst installiert werden. Am Freitag ermahnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Tausende deutsche Unternehmen, die Lücke schnell zu stopfen.

Die Angaben zur Zahl der Betroffenen gingen in den Berichten weit auseinander. Weltweit könne es mehr als 250.000 Opfer geben, schrieb das Wall Street Journal am Wochenende unter Berufung auf eine informierte Person. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte ein mit den Ermittlungen vertrauter ehemaliger US-Beamter, man wisse von mindestens 60.000 betroffenen E-Mail-Servern. Der gut vernetzte IT-Sicherheitsspezialist Brian Krebs und das Computermagazin Wired berichteten von 30.000 gehackten E-Mail-Systemen allein in den USA. 

Microsoft hatte am Mittwoch gewarnt, dass die vier zuvor nicht öffentlich bekannten Sicherheitslücken von mutmaßlich chinesischen Hackern ausgenutzt werden. Die Hacker-Gruppe, die Microsoft "Hafnium" nennt, habe mit Hilfe der Schwachstellen vor allem Informationen in den USA abgreifen wollen. Ziele seien unter anderem Forschung zu Infektionskrankheiten sowie Hochschulen, Anwaltsfirmen und Unternehmen mit Verteidigungsaufträgen gewesen. Es habe sich um zielgerichtete Attacken gehandelt und Microsoft habe keine Hinweise darauf, dass auch Privatkunden angegriffen worden seien. Den Berichten zufolge wurden aber seit Bekanntgabe der Schwachstellen nicht abgesicherte Systeme auf breiter Front angegriffen.

Das sagen die Analysten 

Ungeachtet des jüngsten Hackerangriffs bleiben die Analysten weiter zuversichtlich. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Microsoft nach einer Reihe an Ankündigungen durch den Software-Konzern auf "Outperform" mit einem Kursziel von 265 US-Dollar belassen. Langfristig gesehen dürfte der Wandel hin zur Cloud und einem Abonnentenmodell sowohl im Bereich Office als auch Intelligent Cloud positiv zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung (EPS) beitragen, schrieb Analyst Brad Zelnick am Montag. 

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die mit "Buy" bewerteten Microsoft-Aktien gemeinsam mit jenen von Coupa Software und Salesforce auf die "Conviction Buy List" gesetzt. Das Kursziel für den Softwarekonzern aus Redmond beließ Analyst Kash Rangan auf 315 US-Dollar. Microsoft wie auch Salesforce blieben gut positioniert, um vom digitalen Wandel zu profitieren. Dieser sei durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt worden.

Das macht die Microsoft-Aktie

Rund eine viertel Stunde vor dem Handelsstart an den US-Börsen notiert die Microsoft-Aktie  +0,39% rund 0,6 Prozent tiefer bei 230,00 Dollar. Diese Marke hatten die Papiere erst am vergangenen Freitag zurückerobern können. 

Sechs-Monats-Chart Microsoft (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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