DAX®15.400,41+0,00%TecDAX®3.360,74-1,95%Dow Jones 3034.881,50+0,30%Nasdaq 10013.414,79-2,22%
finanztreff.de

MTU: Der lange Weg in Richtung Erholung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Fluggesellschaften in aller Welt ringen ums Überleben und können neue Flugzeuge und Antriebe derzeit kaum gebrauchen. Der Triebwerksbauer MTU bekommt die Krise daher voll zu spüren – eine Erholung dürfte Jahre in Anspruch nehmen.

Jahre im Krisenmodus

"Es wird Jahre dauern, bis der Luftverkehr – und damit die Grundlage unserer Aktivitäten im Serien- und Instandhaltungsgeschäft – wieder das Niveau der Vorkrisen-Jahre erreichen wird", sagte MTU-Chef Reiner Winkler schon im Sommer. Da hatte man auch bei dem Münchner Unternehmen erkannt, dass es auf absehbare Zeit nicht genug Arbeit für alle Beschäftigten geben dürfte.

Vorerst profitieren der Konzern und seine Beschäftigten noch vom Kurzarbeitergeld. Doch bis Ende des Jahres sollen 10 bis 15 Prozent der Stellen wegfallen. Das entspricht etwa 1.000 bis 1.500 Arbeitsplätzen. Zum Vergleich: Airbus baut bis zu 15.000 Jobs ab und Boeing sogar noch deutlich mehr.

Dabei kann sich MTU glücklich schätzen, dass man stärker mit Airbus im Geschäft ist als mit Boeing. So hielt sich beim europäischen Hersteller die Zahl der Stornierungen in der Corona-Krise bisher in engen Grenzen, während dem US-Konzern massenhaft Bestellungen wegbrachen. Für MTU lief es dabei wie für Airbus: "Die meisten Airlines haben ihre Aufträge auf der Zeitachse lediglich verschoben, es gab nur vereinzelte Stornierungen", so MTU-Chef Winkler.

Erholung ja – aber gedämpft

Für 2021 stellt das Management wieder steigende Erlöse in Aussicht – im Wartungsgeschäft sogar um mehr als 20 Prozent. Doch Konzernchef Winkler dämpfte Hoffnungen, dass MTU schnell wieder zum Vorkrisenniveau zurückkehren könnte und sieht den Konzern erst ab 2024 wieder überproportional am Wachstum der Branche teilhaben.

Das macht die Aktie von MTU Aero Engines

Branchenexperten trauen dem Braten noch nicht ganz. Von 13 Analysten raten aktuell nur zwei zum Kauf der Aktie von MTU Aero Engines -0,52%. Sechs Experten raten zum Halten und die fünf anderen sogar zum Verkauf. Dazu passt, dass der Börsenkurs ihr durchschnittliches Kursziel von gut 182 Euro inzwischen überschritten hat.

Immerhin konnte die MTU-Aktie die Unterstützungszone bei 190 Euro in den vergangenen Monaten verteidigen. Von Kursen über 220 Euro und damit einem Ausbruch aus dem Seitwärtskanal ist das Papier jedoch weit entfernt. Zuletzt notierte die Aktie von MTU 1,7 Prozent im Plus auf 197,43 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 19 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen