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MTU: Schlusslicht im DAX – was ist da los?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Münchner Triebwerksbauer MTU +1,83% hat sich trotz der schweren Krise der Luftfahrtbranche 2020 in den schwarzen Zahlen gehalten. Für das neue Jahr stellte Vorstandschef Reiner Winkler nach dem jüngsten Geschäftseinbruch wieder Zuwächse in Aussicht. Wie hoch diese voraussichtlich ausfallen werden, blieb jedoch offen.

Branchenexperten zeigten sich am Donnerstag von den Erwartungen des Vorstands für das laufende Jahr enttäuscht. Der Ausblick spiegle schwächere Aussichten für den Luftverkehr wider, schrieb Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan. Auch sein Kollege Chris Hallam von Goldman Sachs wertete die Ziele als Enttäuschung.

So rechnet die MTU-Führung nach dem Geschäftseinbruch von 2020 im neuen Jahr mit einem Umsatzanstieg auf 4,2 bis 4,6 Milliarden Euro. Das wäre im Höchstfall fast so viel wie im Rekordjahr 2019. Vor allem das Wartungsgeschäft soll mit einem Plus von 15 bis 25 Prozent zu dem Anstieg beitragen. Wie stark die Erlöse tatsächlich zulegen, hänge aber nicht nur von der Zahl, sondern auch vom Umfang der einzelnen Wartungen ab, erklärte Finanzvorstand Peter Kameritsch. Dies lasse sich derzeit noch schwer vorhersagen.

Zudem bleibt bei der Triebwerkswartung weniger vom Umsatz als operativer Gewinn bei MTU hängen als beim lukrativen Verkauf von Ersatzteilen. Daher rechnet der Vorstand 2021 nur mit einer bereinigten Ebit-Marge von 9,5 bis 10,5 Prozent. Im Rekordjahr 2019 hatte sie 16,4 Prozent erreicht, was einem operativen Gewinn von 757 Millionen Euro entsprach. Diesmal dürfte maximal ein bereinigtes Ebit von 483 Millionen Euro dabei herauskommen. Analysten hatten für 2021 hingegen im Schnitt bereits mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von gut 500 Millionen Euro gerechnet.

Das macht die Aktie von MTU Aero Engines

An der Börse wurden die Nachrichten mit Enttäuschung aufgenommen. Am späten Nachmittag notierten die Papiere rund fünf Prozent im Minus bei 188,90 Euro und war damit Schlusslicht im Dax +1,43% . Seit die Corona-Krise vor rund einem Jahr die Luftfahrt und die Finanzmärkte erfasst hatte, hat der DAX-Titel rund 30 Prozent an Wert eingebüßt. Im vergangenen März war der Kurs sogar bis auf 97,76 Euro abgesackt und hat sich seitdem nahezu verdoppelt.

Sechs-Monats-Chart MTU Aero Engines (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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