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Munich Re: Diese Aktie kann überzeugen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Trotz hoher Corona-Schäden sind bei der Munich Re rote Zahlen kein Thema. Der Rückversicherer schlägt sich dank höherer Beiträge und der Tochter Ergo vergleichsweise gut – auch die Aktie kann überzeugen.

Hohe Corona-Schäden

Bei der Munich Re, die als Rückversicherer große Risiken von Erstversicherern wie der Allianz und von Großkunden rund um den Globus übernommen hat, summierten sich die Corona-Schäden im ersten Halbjahr bereits auf 1,5 Milliarden Euro.

Vor allem weil Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele reihenweise ausfallen oder ins nächste Jahr verschoben wurden, muss die Munich Re tief in die Tasche greifen. Auch der Stillstand vieler Betriebe infolge der Krise kommt den Konzern teuer zu stehen. Hinzu kommt die wachsende Zahl der Corona-Toten in den USA. Nirgendwo sonst auf der Welt drohen Versicherern und Rückversicherern im Lebenssicherungsgeschäft derart hohe Zahlungen.

Trotz Krise weiter Gewinne

Dennoch konnte sich die Munich Re bisher klar in der Gewinnzone halten. In den ersten sechs Monaten brach der Überschuss zwar um mehr als die Hälfte auf 800 Millionen Euro ein. Gemessen an der hohen Schadenbelastung infolge der Pandemie fiel der Rückgang aber recht glimpflich aus. Zudem profitierte die Munich Re von ihrer Erstversicherungstochter Ergo. Das langjährige Sorgenkind konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr sogar steigern.

Zum Vergleich: Der schweizerische Rückversicherer Swiss Re hat infolge der Pandemie bereits Schäden in Höhe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar verbucht. Dadurch stand im ersten Halbjahr unter dem Strich ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar.

Positiver Blick in die Zukunft

Wie teuer die Pandemie die Branche am Ende zu stehen kommt, ist bisher schwer einzuschätzen. Deshalb hat sich Vorstandschef Joachim Wenning zu keinem neuen Gewinnziel für 2020 durchgerungen. Finanzvorstand Christoph Jurecka sagte jedoch im Mai, dass ihn rote Zahlen im Gesamtjahr überraschen würden.

Die Munich Re wittert in der Krise allerdings zusätzliche Geschäftschancen. Die Beitragseinnahmen dürften in diesem Jahr mit 54 Milliarden Euro rund zwei Milliarden höher ausfallen als anfangs gedacht. Künftig dürfte dem Rückversicherer auch zugutekommen, dass das Prämienniveau im wichtigen Schaden- und Unfallgeschäft nach einigen Jahren des Preisverfalls erneut steigen soll.

Das macht die Aktie der Munich RE

Auch die Aktie der Munich Re -2,83% hat sich in der Corona-Krise vergleichsweise gut geschlagen. Zwar halbierte sich der Kurs zwischen Mitte Februar und Mitte März von rund 284 auf gut 141 Euro. Doch seitdem ging es wieder deutlich aufwärts. Nach deutlichen Gewinnen am Mittwoch gönnt sich das Papier am Donnerstag eine Pause und verliert knapp ein Prozent auf 251,13 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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