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Munich Re: Diese Aussagen kommen bei Aktionären nicht gut an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rückversicherer Munich Re will wegen der zweiten Pandemiewelle weiterhin kein Gewinnziel für 2020 nennen. Zudem dürfte der Gewinn im laufenden Jahr nach schwachen Q3-Zahlen noch geringer ausfallen als von Analysten erwartet.

"Das Ausmaß der Welle, die durch Europa läuft, ist größer, als ich selbst das vor acht Wochen noch angenommen hatte", sagte Finanzvorstand Christoph Jurecka am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Die neuen Beschränkungen könnten bei der Munich Re zu weiteren Versicherungsschäden führen.

Jurecka konnte daher nicht ausschließen, dass die Munich Re im vierten Quartal in die roten Zahlen rutschen könnte. Wie viele andere Unternehmen der Rückversicherer sein Gewinnziel wegen der drohenden Schäden durch die Pandemie zurückgezogen. Ursprünglich sollte der Gewinn in diesem Jahr auf 2,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Analysten gingen im Schnitt zuletzt von einem Jahresgewinn von rund 1,4 Milliarden Euro aus.

Corona, Waldbrände, Stürme und Explosionen

Tatsächlich wird der Überschuss nun wohl deutlich niedriger ausfallen. So verdiente der Rückversicherer in den ersten neun Monaten rund eine Milliarde Euro und damit 60 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei schlugen coronabedingte Versicherungsschäden mit rund 2,3 Milliarden Euro zu Buche. Auch Schäden durch Stürme und Waldbrände in den USA und die Explosion im Hafen von Beirut zehrten am Ergebnis.

Außerdem kommt die steigende Zahl der Todesfälle in den USA infolge der Pandemie die Munich Re zunehmend teuer zu stehen. So verbuchte der Konzern im dritten Quartal eine weitere Belastung von rund 100 Millionen Euro. In den USA sind bereits mehr als 230 000 Menschen an Covid-19 gestorben. Anders als etwa in Deutschland müssen Rückversicherer im US-Lebengeschäft vor allem für hohe Todesfallzahlungen geradestehen.

Dass es insgesamt nicht schlimmer kam, verdankte die Munich Re seiner Erstversicherungstochter Ergo aus Düsseldorf. Das Unternehmen, das viele Jahre lang als Sorgenkind des Konzerns gegolten hatte, steigerte seinen Gewinn im dritten Quartal um 14 Prozent auf 136 Millionen Euro. Auch auf die ersten neun Monate gesehen ging es für Ergo aufwärts.

Das macht die Aktie von Munich Re

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Munich-Re-Aktie +1,69% verlor zuletzt 2,8 Prozent auf 209,70 Euro und war damit klares Schlusslicht im DAX -0,17%. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund ein Fünftel an Wert eingebüßt.

Mit Material von dpaAFX.
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