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Munich Re: Rekordverdächtige Unwetterschäden belasten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Unwetterserie dieses Sommers könnte außergewöhnlich hohe Schäden in Deutschland, der Schweiz und in Österreich anrichten. Schon vor den jetzigen Überflutungen in der Eifel waren die Gewitter- und Hagelschäden vielerorts überdurchschnittlich hoch, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) und einzelne Unternehmen berichten. Aktien von Versicherungsgesellschaften leiden.

"Es zeichnet sich ab, dass sich dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmung, Starkregen und Hagel zu einem der schadenträchtigsten seit 2013 entwickeln könnte", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.

Menschheit mitverantwortlich 

Dass die Schäden hoch sind, liegt nicht nur an der Natur. Der Rückversicherer Munich Re macht "sozioökonomische Veränderungen" mitverantwortlich. "Das heißt, in den betroffenen Gebieten steigt die Dichte und der Wert von Immobilien und Infrastruktur, den sogenannten Exposures." Das Ausmaß der Schäden füge sich in die Beobachtung der vorangegangenen Jahre ein, sagte ein Sprecher. "Über die letzten zehn Jahre beobachteten wir immer wieder intensive konvektive Ereignisse. Das sind Gewitter mit lokal großen Regenmengen oder Hagel." 

Schadenshöhe noch nicht absehbar 

Derzeit haben die Versicherer alle Hände voll zu tun: "In unserem Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie im Geschäft mit Industriekunden laufen für das aktuelle Unwetter ständig neue Schadenmeldungen ein", hieß es beim Talanx-Konzern -0,88% mit seiner Hauptmarke HDI in Hannover. "Es ist deshalb zu früh, über die Anzahl und die Höhe etwas zu sagen oder die Schäden zu bewerten." 

Rekordhoch bei Unwetterschäden

Doch auch der Juni war schon teuer, und nicht nur in Deutschland. Ein Schwerpunkt der Unwetter lag bislang im Süden und in den Alpen. Beispiel Schweiz: "Insgesamt gesehen ist es bislang für die Allianz +0,20% Suisse ein absolutes Rekordjahr, was Nat-Cat-Schäden anbelangt", sagt ein Sprecher der Allianz in Zürich. "Nat Cat" ist die bei Versicherungen übliche Abkürzung für Naturkatastrophen.

Das macht die Aktie von Munich Re 

An der Börse gab die Munich-Re-Aktie +0,15% am Donnerstagnachmittag um 0,6 Prozent auf 229,15 Euro nach. Die Anleger reagierten damit weitgehend besonnen auf derzeitige Unwetterlage in Deutschland. Seit dem Jahreswechsel hat die Munich-Re-Aktie rund vier Prozent an Wert verloren.

Sechs-Monats-Chart Munich Re (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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