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Munich Re: Robustes Zahlenwerk trotz Cronakrise

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Pandemie hat dem Rückversicherer Munich Re im abgelaufenen Jahr wie erwartet einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 1,2 Milliarden Euro und damit etwa 55 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern +0,21% am Donnerstag in München mitteilte. 

Im Rückversicherungsgeschäft verbuchte der Konzern coronabedingte Schäden von 3,4 Milliarden Euro, bei der Erstversicherungstochter Ergo fielen 64 Millionen Euro an. Im laufenden Jahr will Vorstandschef Joachim Wenning den Gewinn wie bereits angekündigt auf 2,8 Milliarden Euro nach oben treiben. Dazu sollen auch merkliche Preiserhöhungen in der Rückversicherung beitragen: Bei der Vertragserneuerung zum Jahreswechsel konnte die Munich Re 2,4 Prozent höhere Prämien durchsetzen und baute ihr Geschäftsvolumen um 10,9 Prozent aus.

Aktienrückkauf vorerst vom Tisch

Gleichzeitig gab der der Rückversicherer bekannt, frühestens 2022 wieder eigene Aktien vom Markt zurückkaufen zu wollen. Ein Aktienrückkauf sei im laufenden Jahr "überhaupt nicht opportun", sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Das werde sich der Vorstand des Dax-Konzerns +0,21% auch im weiteren Verlauf des Jahres nicht anders überlegen. Das Management mache Aktienrückkäufe immer davon abhängig, dass die Munich Re das überschüssige Kapital nicht besser für Übernahmen oder den Geschäftsausbau einsetzen könne. Die nächste Entscheidung dazu stehe Anfang 2022 an.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern ein zunächst geplantes Rückkaufprogramm wegen der Corona-Krise abgeblasen. Jetzt will Wenning das Kapitalpolster zunächst einsetzen, um das Geschäft des Konzerns in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung weiter auszubauen und von den zuletzt gestiegenen Preisen in diesem Bereich zu profitieren.

Das sagen die Analysten

Die DZ Bank hat die Einstufung für Munich Re auf "Halten" mit einem fairen Wert von 249 Euro belassen. Der Rückversicherer habe 2020 trotz der Belastungen durch die Covid-19-Pandemie ein robustes Ergebnis erzielt, schrieb Analyst Thorsten Wenzel. Zudem werde das Image als zuverlässiger Dividendenzahler erneut unterstrichen.

Das Analysehaus RBC hat Munich Re hingegen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 265 Euro belassen. Interessanter als die Resultate seien der bestätigte Ausblick und das gute Ergebnis der Preiserneuerungsrunde, nachdem der Rückversicherer sich schon im Dezember zur Geschäftsentwicklung geäußert habe, erläuterte Analyst Kamran Hossain.

Das macht die Munich-Re-Aktie

Papiere der Munich Re -0,21% haben am Donnerstag nach dem Zwischenbericht 3,7 Prozent auf gut 250 Euro zugelegt. Das Zwischenhoch vom Dezember bei 252,90 Euro rückt wieder in den Fokus. Es bildet die Oberkante der jüngsten Seitwärtsbewegung.

Sechs-Monats-Chart Munich Re (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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