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Nach Hegdesfonds-Pleite: Diese Bank braucht frisches Geld

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Credit Suisse muss sich wegen der Probleme bei Lieferketten-Finanzierungsfonds frisches Kapital besorgen. Zudem rechnet die Schweizer Großbank wegen des Ausfalls des Hedgefonds Archegos im zweiten Quartal mit einer weiteren Belastung von 600 Millionen Franken. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte das Debakel bei dem Fonds - wie bereits bekannt - mit 4,4 Milliarden Franken belastet. Die Bank rutschte deswegen in die roten Zahlen; allerdings nicht so stark wie Anfang April angekündigt und von Analysten befürchtet. 

Um frisches Kapital einzusammeln kündigte das Unternehmen die Ausgabe von zwei Pflichtwandelanleihen an. Die beiden Anleihen sollen am oder um den 12. Mai herum platziert sein und werden später in 100 Millionen beziehungsweise 103 Millionen Aktien gewandelt. Das Volumen bezifferte die Credit Suisse auf rund 1,8 Milliarden Franken. Durch die Wandlung steigt die Aktienzahl um rund acht Prozent auf rund 2,65 Milliarden. 

Derzeit versucht die Bank, möglichst viel Geld zugunsten der Anleger mehrerer dieser sogenannten Lieferketten-Finanzierungsfonds zu retten, die sie gemeinsam mit Greensill aufgelegt hatte. 

Das sagen die Analysten

Bei den Schweizern gehe es derzeit weniger um das operative Geschäft als vielmehr um die Eigenkapitalausstattung, mögliche weitere Verluste im Zusammenhang mit dem Hedgefonds Archegos und die Pleite des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill, kommentierte JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein. Zwar gehe die Bank diese Themen an und wolle daher mit Hilfe von Pflichtwandelanleihen ihr Kapital erhöhen, doch "es bleiben Fragen über die Strategie und auch das Risikomanagement", bemängelte er.

Analyst Jemej Omahen von Goldman Sachs schaute hingegen eher auf die positiven Tatsachen: Nachdem die Credit Suisse bereits nach Ostern ihre Ergebniskennziffern veröffentlicht habe, seien nun die finanziellen Details bekannt gegeben worden, schrieb er. Und diese zeugten auf bereinigter Basis von Stärke. Im Privatkundengeschäft etwa hätten sowohl die Nettoneugelder als auch die verwalteten Vermögenswerte über den Erwartungen gelegen und mit Blick auf die Erträge im Investmentbanking seien die Zuwächse im Jahresvergleich deutlich besser ausgefallen als die der US-Wettbewerber. 

Das macht die Aktie von Credit Suisse 

Die überraschende Ankündigung einer Kapitalerhöhung hat am Donnerstag die Aktien der Credit Suisse +0,58% auf Talfahrt geschickt. Sie näherte sich damit weiter den Tiefs des Corona-Crashs vor gut einem Jahr. Der nicht ganz so hoch wie erwartet ausgefallene Quartalsverlust half den Papieren daher kaum. 

Sie büßten am Nachmittag im moderat steigenden SMI +0,43% 1,4 Prozent auf 9,25 Franken ein. Bei zeitweise 8,736 Franken waren sie am späteren Vormittag auf den tiefsten Stand seit November 2020 abgesackt. Europaweit zählte die Bankenbranche -0,32% zu den wenigen Verlierern in der europäischen Sektorübersicht.

Auch das charttechnische Bild hat sich seit dem ersten Kursrutsch Ende März deutlich eingetrübt: Mittlerweile notiert der Kurs unter allen wichtigen Durchschnittslinien, welche die kurz-, mittel- und langfristigen Trends beschreiben.

Sechs-Monats-Chart CS Group (in Schweizer Franken)
Mit Material von dpa-AFX.
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