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Nel: Neue Chance dank "Fit for 55" ?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Keine neuen Benzin- und Dieselautos mehr, eine Steuer auf Flug- und Schiffstreibstoffe und höhere Kosten für das Heizen mit Kohle, Erdgas oder Öl: Die EU-Kommission hat einen umfassenden Plan präsentiert, mit dem das Erreichen der europäischen Klimaschutzziele sicherstellt werden soll. Im Kern sieht er vor, den Verbrauch von fossilen Energieträgern weiter zu verteuern, um den Umstieg auf klimafreundliche Technologien zu beschleunigen – dies dürfte auch dem norwegischen Unternehmen Nel in die Karten spielen. 

Spätestens 2035 sollen in der EU nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden, wie am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Plans zur Erreichung der CO2-Ziele bekannt wurde. Die Gesamtheit der vorgeschlagenen Maßnahmen soll es den EU-Staaten ermöglichen, die Treibhausgase bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. Deswegen wird das Paket von der Kommission auch "Fit for 55" genannt. Langfristiges Ziel der EU ist es, dass 2050 netto gar keine klimaschädlichen Gase mehr in die Atmosphäre gelangen.

Autosektor weiter unter Druck 

Für die Autoindustrie schlägt die EU-Kommission dabei konkret vor, dass bis 2030 die Treibhausgasemissionen von Neuwagen um 55 Prozent im Vergleich zu 2021 sinken soll. Wenn sich Hersteller nicht an die Vorgaben halten, sollen Strafen gezahlt werden müssen. Ab 2035 sollen in der EU dann nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden. Dabei soll es jedoch eine Überprüfungsklausel geben. Demnach soll alle zwei Jahre analysiert werden, wie weit die Hersteller sind; 2028 soll ein großer Prüfbericht folgen. Theoretisch könne das Datum 2035 noch verschoben werden.

Ausbau von Wasserstofftankstellen und E-Ladesäulen forciert 

Für den Wandel im Verkehrssektor sollen auf großen Hauptverkehrsstraßen in der EU alle 60 Kilometer Ladestellen für Elektroautos eingerichtet werden. Die Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur schätzt die Kommission auf insgesamt 15 Milliarden Euro. Alle 150 Kilometer sollen Wasserstofftankstellen entstehen. Aus der EU-Kommission hieß es zudem, selbst wenn man derzeit einen schlechten Energiemix zugrunde lege, sei ein Elektroauto emissionsärmer als ein klassischer Verbrenner. 

Das macht die Nel-Aktie 

Die Nel-Aktie zog am Mittwochnachmittag zuletzt um rund zwei Prozent auf 1,86 Euro an. Damit setzten sich die Papiere weiter vom Juni-Tief bei 1,65 Euro ab. Zwar hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 37 Prozent an Wert eingebüßt, bei der geplanten Wasserstofftankstellenoffensive der EU-Kommission könnte das Unternehmen jedoch möglicherweise zahlreiche Aufträge an Land ziehen und so das Chartbild wenden.
Sechs-Monats-Chart Nel (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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