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Netflix: Deswegen ist die Aktie ein Analysten-Favorit

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wenn man sich die Phalanx der neuen Video-Streaming-Dienste anschaut, dann könnte Netflix-Aktionären durchaus mulmig werden: Doch die Analysten sehen gute Chancen, dass Netflix auch gegen starke Konkurrenz bestehen kann.

Neben Amazon mit seinem Prime Video haben sich auch Disney und die AT&T-Tochter Warner Media stärker in Stellung gebracht. Disney+ will mit den konzerneigenen Produktionen von "Star Wars", den Marvel-Superheldenfilmen sowie den Pixar-Zeichentrickhits punkten. HBO Max von Warner will den Erfolg der Serien vom namensgebenden Anbieter HBO nutzen und bietet in der Plattform auch Kinofilme des Filmstudios Warner Bros. und andere lizenzierte Inhalte.

Fundamental gestärkt in der Krise

Netflix startet auf jeden Fall gut munitioniert in den Konkurrenzkampf: Im ersten Quartal schoss die Zahl der weltweiten Mitgliedschaften um unerwartet 15,8 Millionen in die Höhe, Ende März waren es damit knapp 183 Millionen bezahlte Abos. Das Wachstum hat im März rasant zugelegt, da viele in der Coronakrise zu Hause bleiben. Auch finanziell lief es rund: Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde mit 709 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Das Unternehmen warnte seine Investoren jedoch, dass der Boom wohl nur vorübergehend sei – mit dem Ende der Pandemie dürfte auch das Wachstum wieder abflauen. In der zweiten Jahreshälfte rechnet Netflix mit im Jahresvergleich sinkenden Abozahlen. Im laufenden Quartal erwartet der Videodienst 7,5 Millionen Neukunden.

Analysten sehen viel Potential

Die Analysten von Goldman-Sachs attestiert dem Branchenprimus daher gute Chancen, auch gegen stärkere Konkurrenz zu bestehen. Die massiven Investitionen in Sendeinhalte, das weltweite Verteil- und Partnersystem sowie die Möglichkeiten für Produzenten, auf der Netflix-Plattform ihre Inhalte zu Geld zu machen, dürften die Finanzergebnisse weit über die Markterwartungen hinaus ansteigen lassen. Auch während vergangener Marktstarts habe Netflix seine Abonnentenbasis stetig ausbauen können.

Laut der Credit Suisse dürfte Netflix in diesem Jahr seinen Vorsprung gegenüber fast allen großen Streaming-Plattformen noch weiter ausbauen – sogar gegenüber dem Videoanbieter YouTube. Dass die Pandemie Film- und Serienproduktionen gestoppt habe, treffe den Wettbewerb härter als Netflix, deren Programm für dieses Jahr weiter intakt sei. Ein Neustart im TV-Sport dürfte Netflix ab August aber zusetzen.

JPMorgan-Experte Douglas Anmuth schätzt wegen des starken Abonnentenzuwachses in der Krise das zweite Quartal in dieser Hinsicht nun zwar schwächer ein als bisher. Aber aufs Gesamtjahr bezogen rechnet er statt gut 29 Millionen zahlenden Kunden mehr nun mit einem Plus von rund 36 Millionen weltweit.

RBC-Analysten warnen zwar, dass bei der "Streaming-Rakete" bereits viel sei im Aktienkurs eingepreist sei – doch Netflix habe auch geliefert. Es sei hochwahrscheinlich, dass der Konzern das Plus bei den Kunden in diesem Jahr beschleunigen und bei mehr als 30 Millionen Kunden Zuwachs lande. Das überzeuge von den langfristigen Aussichten für die Netflix-Aktie.

Das macht die Aktie von Netflix

Zwar konnte sich die Netflix-Aktie +0,19% dem Corona-Crash nicht entziehen und fiel im März bis auf rund 290 US-Dollar. Doch Investoren witterten schnell die Chancen und stiegen reihenweise ein. Vom März-Tief bis Mitte Mai schoss der Aktienkurs um rund 58 Prozent auf ein Rekordhoch von knapp 459 Dollar nach oben. Zuletzt fielen die Papiere zwar ein wenig zurück auf rund 418 Dollar, stehen damit aber immer ein gutes Stück höher als vor der Corona-Krise.

Mit Material von dpaAFX.
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