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Nokia: Aktie stürzt ab – die Hintergründe

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Netzwerkausrüster Nokia streicht trotz einer Gewinnsteigerung im dritten Quartal seine zwischenzeitlich angehobenen Ziele für 2020 wieder zusammen. So dürfte der bereinigte Gewinn je Aktie in diesem Jahr statt im Mittel 25 Cent doch nur 23 Cent erreichen, kündigte der neue Nokia-Chef Pekka Lundmark bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag im finnischen Espoo an.

Auch das Ziel für die bereinigte operative Marge setzte Lundmark wieder von 9,5 auf 9,0 Prozent herab - wie schon vor dem Sommer angepeilt. Für 2021 gab er eine Marge von 7 bis 10 Prozent als neues Ziel aus.

Im dritten Quartal konnte Nokia seinen Gewinn trotz rückläufiger Erlöse steigern. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 197 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. 

Auch im laufenden Geschäft blieb mehr beim Unternehmen hängen. Obwohl die Nettoerlöse um sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Euro sanken, stieg der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn um zwei Prozent auf 486 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt jedoch noch etwas mehr erwartet.

Das sagen die Analysten 

Die niedrigeren Profitabilitätsziele seien Ausdruck dafür, dass das Management den Fokus auf die Zukunft richte und in diese investiere, schrieb Analyst Sandeep Deshpande von der US-Bank JP Morgan. 

Experte Janardan Menon von Liberum meinte, es dürfte Nokia wegen seines relativ geringen Marktanteils schwerfallen, die Margen im operativen Geschäft zu erhöhen

12-Monats-Chart Nokia (in Euro)

Das macht die Aktie von Nokia

Die enttäuschenden Quartalszahlen quittierten Anleger und ließen den Kurs auf das tiefste Niveau seit Anfang April einbrechen. Die Nokia-Papiere +0,15% sackten zeitweise um 18 Prozent auf 2,84 Euro ab. Damit waren die Anteilsscheine mit Abstand der schwächste Wert im wenig veränderten Leitindex der Eurozone, dem EuroStoxx 50 +0,48% . Börsianer betonten, dass die Nettoerlöse stärker als befürchtet zurückgegangenen seien. (Mit Material von dpa-AFX)

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