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Nordex: Corona-Pandemie bremst Windkraftanlagenbauer aus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex ist im ersten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als vor einem Jahr. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von knapp 55 Millionen Euro nach minus 38 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der MDax-Konzern +0,08% am Dienstag mitteilte. Die Erlöse konnte Nordex dank guter Geschäfte aber deutlich steigern. 

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf 10,4 Millionen Euro, die entsprechende Marge sackte auf 0,8 Prozent ab nach 1,4 Prozent. Beim Umsatz dagegen konnte Nordex klar zulegen. Die Erlöse stiegen um rund 30 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Der Konzern verwies in diesem Zusammenhang auf deutlich gestiegene Installationen.

Erholung von Corona-Folgen dauert an

Vorstandschef José Luis Blanco war Ende März davon ausgegangen, dass sich die Folgequartale aber stark entwickeln dürften. Von Problemen, die mit der Corona-Pandemie entstanden seien, wie beispielsweise Verzögerungen in der Lieferkette, erhole sich das Unternehmen nach und nach, sagte der Manager damals. Insgesamt sehe er einen positiven Trend für das Jahr.

Verhaltene Nachfrage

Nordex hatte bereits Mitte April mitgeteilt, dass der Auftragseingang um fast ein Viertel auf 1,25 Gigawatt (GW) gesunken sei und berichtete nun von einer "verhaltenen Nachfrage" der globalen Windindustrie zum Jahresstart. Ein Großteil der Aufträge kam im ersten Quartal aus Europa. Nordex profitierte hier von einer traditionell guten Position in den Märkten.

Das sagen die Analysten 

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Nordex nach der Vorlage von Zahlen zum ersten Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Der Windkraftanlagen-Hersteller habe solide Umsatz- und Ergebniskennziffern vorgelegt und die Nettoverschuldung verringert, schrieb Analyst Ajay Patel in einer ersten Reaktion am Dienstag. Positiv seien auch die bekräftigten Jahresziele.

Etwas zuversichtlicher ist hingegen die Investmentbank Jefferies. Analyst Constantin Hesse hob in einer ersten Reaktion am Dienstag die starke Umsatzentwicklung des Herstellers von Windkraftanlagen hervor. Die Pandemiekrise belaste aber noch die Profitabilität. Folglich hat Jefferies die Einstufung für Nordex nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 34 Euro belassen.

Das macht die Nordex-Aktie 

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Nordex-Aktie +3,39% lag am Dienstag kurz nach Handelsbeginn rund 3,8 Prozent im Minus und rutschte auf ein Tief seit März ab. Zuletzt erholten sich die Titel aber wieder etwas und notierten noch 1,5 Prozent tiefer bei 19,81 Euro. Das Umfeld für Werte aus den Erneuerbaren Energien gilt als allgemein eingetrübt: Wie die Technologiewerte leiden auch sie derzeit wieder unter Inflations- und Zinsangst der Anleger. Bei Nordex gilt das kapitalbedürftige Geschäft als besonders empfindlich für solche Sorgen.

Sechs-Monats-Chart Nordex (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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