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Nordex: Volle Auftragsbücher – doch Corona belastet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Dem Windanlagen-Bauer Nordex hat die Corona-Pandemie im abgelaufenen Jahr trotz hoher Belastungen nicht den Optimismus genommen, gleichwohl hinterließ das Virus seine Spuren. Trotzdem plant das jüngst in den MDAX aufgestiegene Unternehmen seinen Zielen beim Umsatz und der Gewinn-Marge für 2022 bereits im laufenden Geschäftsjahr ein Stück näher zu kommen. 

Vor Aufträgen kann sich der Konzern laut Vorstandschef Blanco kaum retten. 5,5 Gigawatt an Leistung wurden 2020 installiert, was einem Plus von drei Vierteln im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zusätzlich dazu gingen im selben Jahr Aufträge in Höhe von 6 Gigawatt ein. Die ersten Monate von 2021 sehen nicht anders aus: Nordex gab bereits zahlreiche neue Vertragsabschlüsse bekannt.

Doch bevor Nordex sich den neuen Bestellungen widmen kann, müssen zunächst frühere Aufträge abgeschlossen werden: Trotz der vertraglichen Möglichkeit, Projekte wegen der Pandemie erst später fertig zu stellen, habe Nordex versucht die vereinbarten Liefertermine einzuhalten, sagte der Manager bei der Vorlage der Geschäftszahlen Ende März. 

Corona-Pandemie kappt Lieferketten

Trotz der guten Auftragslage sah sich Nordex mit hohen Belastungen durch die Corona-Krise konfrontiert: Die Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns hätten zeitweise in mehreren Ländern zu Verzögerungen in der Lieferkette geführt. Zeitweise stand die Produktion still, hieß es. Wegen Verspätungen seien dem Konzernchef zufolge auch Entschädigungszahlungen geflossen. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA, Indien und Mexiko. Die Mehrkosten insgesamt waren hoch: Unter dem Strich war der Verlust 2020 mit knapp 130 Millionen Euro fast 80 Prozent größer als noch im Jahr zuvor, trotz eines kräftigen Umsatzwachstums auf 4,65 Milliarden Euro.

Straffe Zielsetzung 

Der Umsatz soll 2021 zwischen 4,7 und 5,2 Milliarden Euro liegen. Zudem soll dieses Jahr von jedem Euro mehr als operativer Gewinn hängen bleiben: Konzernchef Blanco will die operative Gewinnmarge (Ebitda-Marge) mindestens verdoppeln und im besten Fall auf 5,5 Prozent hochschrauben. Helfen könnte hierbei das Auslaufen margenschwacher Projekte.

Bereits im November hatte sich der Konzern zudem Ziele bis Ende 2022 gesetzt: So will Nordex einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro und eine Ebitda-Marge von acht Prozent schaffen. Hierbei soll auch ein Sparprogramm helfen, das einem Sprecher zufolge das gesamte Unternehmen nach Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung abklopft.

Das macht die Nordex-Aktie

Am Dienstag legte die Nordex-Aktie -2,10% zeitweise um rund ein Prozent auf 25,22 Euro zu. Damit notieren die Papiere weiterhin unter dem kürzlich erreichten Zwischenhoch bei gut 29 Euro. Diesen Wert hatte die Aktie zuletzt im Februar 2016 erreicht. Dennoch bleiben die Papiere auf dem aktuellen Niveau gut viereinhalb Mal so teuer wie am Tiefpunkt des Corona-Schocks an der Börse im März 2020.
Sechs-Monats-Chart Nordex (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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