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Osram-AMS-Deal bald abgeschlossen?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Finanzierung ist gesichert und AMS betont, die angepeilte Übernahme von Osram unverändert bis Ende des Quartals abschließen zu wollen. Anleger werden zuversichtlicher, dass der Deal gelingt – und treiben die Aktie nach starken Zahlen 17 Prozent nach oben.

Die Kurseinbrüche von AMS und Osram im Sog der Corona-Krise hatten Zweifel am Erfolg der Finanzierung der Übernahme aufkommen lassen. Mittlerweile ist die Finanzierung gesichert – doch der Osram-Kurs liegt mit aktuell rund 37,70 Euro immer noch klar unter dem AMS-Angebot von 41 Euro je Aktie. Denn Osram hat ein verlustreiches Jahr hinter sich und steckt tief in der Krise. Im Zuge des Kurseinbruchs an den Märkten hat der Leuchtenhersteller in den vergangenen Wochen an Boden verloren. Ein Kauf von Osram erscheint damit unattraktiver.

Die Übernahme verlaufe jedoch planmäßig, betonte AMS am Mittwoch bei der Vorlage der Q1-Zahlen. Die Österreicher gehen davon aus, bald alle erforderlichen Zustimmungen der Wettbewerbsbehörden zu erhalten. Auch die Vorbereitungen für die Integration von Osram voran. AMS ist deutlich kleiner als das Traditionsunternehmen aus München, stark verschuldet und will den 4,6 Milliarden Euro teuren Deal weitgehend auf Pump finanzieren.

AMS-Chef Alexander Everke verspricht sich vom Zusammenschluss dennoch eine Menge. Er will mit Osram einen europäischen Weltmarktführer für Sensorik und Photonik schmieden und sieht große Synergieeffekte. Trotz aller anfänglichen Skepsis und gegen die Widerstände durch den Osram-Betriebsrat und die IG Metall hat er die Übernahme konsequent vorangetrieben.

Solide Entwicklung im ersten Quartal

Mit Blick auf das abgelaufene erste Jahresviertel konnte AMS den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor allem dank gut laufender Geschäfte mit Sensoren für Smartphones um rund ein Drittel auf gut 501 Millionen US-Dollar steigern. Das bereinigte operative Ergebnis konnte mit 101 Millionen Dollar mehr als vervierfacht werden. Die positiven Zahlen seien auch deshalb erzielt worden, da AMS die Folgen der Corona-Pandemie bislang gut bewältigt habe, hieß es.

Daher gibt sich AMS auch für das zweite Quartal zuversichtlich und erwartet trotz der Corona-Krise eine "erfreuliche Geschäftsentwicklung". Der Einfluss von Covid-19 soll demnach begrenzt sein. Die Erlöse sollen zwischen 440 und 480 Millionen Dollar liegen, zudem erwarten die Österreicher eine bereinigte operative Ebit-Marge von 17 bis 20 Prozent.

Das machen die Aktien von AMS und Osram

Am Kapitalmarkt kamen die positiven Nachrichten rund um die Übernahme und die vorgelegten Quartalszahlen sehr gut an. Die AMS-Aktie +0,59% lag am Vormittag rund 17 Prozent im Plus und dämmten damit die deutlichen Verluste des laufenden Jahres zumindest etwas ein. Auch Osram-Aktien -0,02% zählen mit einem Plus von zwei Prozent zu den Gewinnern im heutigen Handel.

Mit Material von dpaAFX.
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