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Peloton: Heftiger Crash beim Ex-Corona-Profiteur

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim Fitnessgeräte-Spezialisten Peloton ist der Corona-Boom endgültig vorbei. Die New Yorker Firma kappte die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr um bis zu eine Milliarde Dollar. Anleger reagierten schockiert und lassen die Aktie um mehr als 30 Prozent abstürzen.

Peloton gehörte 2020 zu den großen Erfolgsgeschichten. Während Fitness-Studios geschlossen blieben, kauften sich viele die mehrere tausend Dollar teuren vernetzten Trainings-Bikes. Selbst eine Rückrufaktion bei den Peloton-Laufbändern schien die Firma schnell verdaut zu haben.

Doch mit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen läuft das Geschäft schwieriger. Peloton rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit Erlösen zwischen 4,4 Milliarden und 4,8 Milliarden Dollar. Es ist eine frappierende Neubewertung: Vor drei Monaten war die Firma von 5,4 Milliarden ausgegangen.

Auch die Prognose der Abonnenten-Zahl senkte Peloton deutlich. Zum Ende des laufenden Geschäftsjahres Mitte 2022 rechnet die Firma nun mit 3,35 bis 3,45 Millionen Abo-Kunden - statt der vorherigen Erwartung von bis zu 3,63 Millionen.

Schwache Umsätze und Millionenverluste

Zugleich waren die um 94 Prozent auf gut 304 Millionen Dollar gestiegenen Abo-Erlöse der einzige Grund dafür, dass Peloton überhaupt ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 805,2 Millionen Dollar präsentieren konnte. Das Geschäft mit dem Verkauf der Fitness-Geräte schrumpfte um 17 Prozent auf 501 Millionen Dollar.

Das lag auch daran, dass Peloton im August den Preis des ursprünglichen Modells seines Trainings-Bikes um ein Fünftel senkte. Die Kunden zogen es danach verstärkt dem teureren und lukrativeren neuen Gerät vor. Vor der Preissenkung hatten sich die beiden Modelle etwa gleich gut verkauft. Nachdem Peloton 400 Dollar vom Preis der älteren Version strich, mache es nun drei Viertel der Bike-Verkäufe aus, hieß es in einer Telefonkonferenz.

Unterm Strich machte Peloton einen Verlust von 376 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 69,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Auf dem Ergebnis lasten unter anderem auch höhere Logistik-Kosten.

Mit Material von dpaAFX.
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