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ProSiebenSat.1 auf Jahrestief – Fragen über Fragen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein enttäuschender Ausblick und einige offene Fragen haben die Aktie von ProSiebenSat.1 am Donnerstag unter 10 Euro gedrückt. Kein Wunder, denn die Analysten äußerten sich unisono negativ über die Zielsetzungen.

Problem – Investition – Neues Problem

Die Erlöse und Gewinne im klassischen Werbefernsehen sinken schon seit Längerem. Deshalb investiert ProSiebenSat.1 weiter in den Umbau zu einem "diversifizierten Digitalkonzern". Damit will das Management den Umsatzanteil außerhalb des Kerngeschäfts steigern.

Die Digital-Sparte soll deutlich mehr einbringen. Ihr Anteil am Konzernumsatz soll von 34 Prozent im vergangenen Jahr mittelfristig auf über 50 Prozent steigen. Der Entertainment-Bereich bringt insgesamt über die Hälfte des Konzernumsatzes.

ProSiebenSat.1 will deshalb auch 2020 weiter investieren, und das wirkt sich laut Management auf den bereinigten operativen Gewinn aus. Während der Umsatz auf 4,2 bis 4,4 Milliarden Euro steigen soll, rechnet das Unternehmen 2020 mit einem bereinigten Ebitda zwischen 800 und 900 Millionen Euro. In den Prognosen sind allerdings weder die angestrebte Übernahme der Meet Group noch mögliche Folgen der Coronavirus-Epidemie.

Das sagen die Analysten

Analystin Lisa Yang von Goldman Sachs betonte angesichts des schwachen Ausblicks, dass die Prognosespanne des Unternehmens für das Wachstum der Werbeeinnahmen "sehr breit" sei. "Die Ziele enthalten zudem weder mögliche negative Auswirkungen des Coronavirus noch die Übernahme der Meet Group", monierte sie. Die Übernahme des US-amerikanischen Online-Dating-Unternehmens Meet dürfte trotz der Synergiepotenziale mit der Tochter Parship zudem einige Fragen aufwerfen.

Das macht die Aktie

Der enttäuschende Ausblick hat die Aktie von ProSiebenSat.1 erstmals seit einem Jahrzehnt wieder unter die 10 Euro gedrückt. Am Nachmittag konnte sich der Kurs jedoch etwas erholen – zuletzt notierte die Aktie 6,1 Prozent im Minus bei 10,14 Euro. Eine trübe Entwicklung, wenn man vor Augen hat, dass die Papiere im Herbst 2015 noch bei knapp unter 51 Euro auf ein Rekordhoch geklettert waren.

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