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ProSiebenSat.1 meint die Erholung kommt – die Börse sieht das anders

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Firmen sparen in der Corona-Krise an allen Ecken und Enden. Das bekommt im zweiten Quartal auch ProSiebenSat.1 zu spüren, denen die Werbeeinnahmen kräftig wegbrechen. Doch keine Panik? Laut Management ist schon wieder Erholung in Sicht.

Die Zuschauer sahen in den vergangenen Monaten zwar wieder etwas mehr Fernsehen, aber die Werbekunden schalteten viel weniger Spots. Die Folge: Der Umsatz fiel im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 709 Millionen Euro.

Der Quartalsumsatz im Kerngeschäft Unterhaltung und im Produktionsgeschäft brach um ein Drittel ein. Nur die Konzerntochter Nucom konnte ihren Umsatz dank der Partnervermittlung Parship Group und der Online-Parfümerie Flaconi leicht steigern.

Aber Betriebsergebnis und Nettoergebnis waren tiefrot. Für das erste Halbjahr verbucht ProSiebenSat.1 einen Verlust von 30 Millionen Euro. Im ersten Quartal stand unter dem Strich stand ein Verlust von 61 Millionen Euro in den Büchern.

Vorstandssprecher Rainer Beaujean sah jedoch ein wenig Licht am Ende des Tunnels: Im Juli seien die Werbererlöse nur noch um 20 Prozent niedriger als im Vorjahr, und "im August zeichnet sich aktuell mit einem Minus von rund 10 Prozent eine weitere Verbesserung ab", sagte anlässlich der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal.

Allerdings werde es nicht möglich sein, die bis Herbst entstanden Rückgänge bis Jahresende aufzuholen. In normalen Jahren erwirtschafte ProSiebenSat.1 zwar etwa die Hälfte seines Betriebsgewinns zwischen September und Dezember. Aber angesichts der Unsicherheit über den Fortgang der Corona-Pandemie könne der Vorstand keine Jahresprognose geben. Mit 1,2 Milliarden Euro in bar sei die Liquidität des Unternehmens gut. Kosteneinsparungen seien teilweise bereits im zweiten Quartal sichtbar, sollten aber vor allem in der zweiten Jahreshälfte wirken.

Das macht die Aktie von ProSiebenSat.1

Der Umsatzrückgang und die Verluste waren in dieser Größenordnung von Analysten erwartet worden. Nach anfänglichen Kursgewinnen sind die Aktien von ProSiebenSat.1 +1,75% am Freitag jedoch unter Druck geraten. Zuletzt büßten sie fast 11 Prozent auf 8,60 Euro ein und fielen auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai.

Analyst Christoph Bast vom Bankhaus Lampe wies darauf hin, dass das Management des Medienkonzerns nach wie vor keinen detaillierten Ausblick habe geben können. Gleichzeitig wertete er jedoch die Aussagen des Managements zu einem weniger stark rückläufig erwarteten Werbegeschäft als "Licht am Horizont".

Mit Material von dpaAFX.
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