DAX ®12.646,98+2,71%TecDAX ®3.056,43+1,71%Dow Jones26.651,32+0,84%NASDAQ 10011.053,15+1,35%
finanztreff.de

ProSiebenSat.1 schlägt bei Bundesliga zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Von 2021 an darf Sat.1 pro Saison neun Spiele der Fußball-Bundesliga im Free-TV zeigen. Eine Überraschung – wenn auch keine positive für die Aktionäre.

Zu dem Rechtepaket Begegnungen gehören der Supercup sowie Erstliga-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag, die bis Ende der kommenden Saison beim ZDF laufen. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

Offiziell verkündet werden die Ergebnisse der Auktion von der DFL an diesem Montag nach der Mitgliederversammlung (13.30 Uhr) der 36 Profivereine. Dort erfahren die Clubs, was die Medienunternehmen ausgeben, um bewegte Bilder zu zeigen. Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie bei der Ausschreibung vor vier Jahren, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Bei der Auktion konnten sich die etablierten Pay-TV-Anbieter wieder Rechte sichern. 200 Live-Spiele laufen nach dpa-Informationen von 2021 an bei Sky, 106 Partien bei DAZN. Auch die Traditionssendungen "Sportschau" und "Aktuelles Sportstudio" zeigen demnach bis 2025 Zusammenfassungen. Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat sich wie die Telekom zurückgehalten und keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft.

Kerngeschäft bleibt unter Druck

In der Bundesliga locken Werbegelder – doch das Kerngeschäft von ProSiebenSat.1 läuft in der Corona-Krise weiterhin schlecht. Vorstandssprecher Rainer Beaujean sagte auf der Hauptversammlung: "Im April und Mai hatten wir bei den TV-Werbeeinnahmen ein Minus von rund 40 Prozent. Auch im Juni sehen wir noch keine Verbesserungen." Eine Jahresprognose gab der Konzern noch nicht ab.

Das Werbegeschäft des Fernsehkonzerns sei zwar weiter unter Druck, schrieb Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Allerdings hätten große Werbekunden in diesem Jahr die Buchungen nicht gestrichen, sondern verschoben. Insofern gebe es Hoffnung auf eine Belebung im zweiten Halbjahr.

Das macht die Aktie von ProSiebenSat.1

Das wohl teuer erkaufte Rechtepaket kann die Anleger des angeschlagenen Medienkonzerns nicht begeistern. Während es im frühen Handel für die ProSiebenSat.1-Aktie +0,28% zügig nach oben ging, gab das Papier nach Bekanntwerden des Rechtekaufs die Gewinne wieder ab. Zuletzt notierte die Aktie von ProSiebenSat.1 rund 1,5 Prozent im Minus auf 10,05 Euro und damit nur noch knapp über der horizontalen Unterstützung bei 10 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 32 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen