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Puma: China-Geschäft könnte das Quartal versauen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rekordlauf des Sportartikelherstellers Puma hat am Aktienmarkt jüngst einen Dämpfer erhalten. So befürchten Experten, dass die China-Geschäfte die Puma-Aktie zumindest kurzfristig bremsen könnten.

Zweistellige Wachstumsraten, steigende Gewinne, prestigeträchtige Ausrüsterverträge – eigentlich läuft nahezu alles ganz nach dem Gusto des Vorstandschefs Björn Gulden. In diesem Jahr finden olympische Spiele sowie die Fußballeuropameisterschaft statt – Garanten für weiteres Wachstum.

Doch die rasante Entwicklung könnte sich merklich trüben, denn der Zollstreit zwischen den USA und China führt zunehmend "zu einem gewissen Druck auf der Beschaffungsseite", wie Gulden zuletzt einräumte.

Und nun bedroht auch noch das Coronavirus, das das öffentliche Leben in China teilweise lahmgelegt hat, das Wachstum. So verfügte die Regierung Reisebeschränkungen sowie die Einstellung von Teilen des öffentlichen Verkehrs, was die Kauflust bremst. Die Unterbrechungen der Geschäfte fielen zudem auf das chinesische Neujahrsfest, traditionell für Einzelhändler ein wichtiger Umsatzzeitraum. Die großen Sportartikelkonkurrenten Nike und Adidas teilten bereits mit, dass ein beträchtlicher Anteil ihrer Läden vorübergehend geschlossen bleiben.

China ist wichtig für Puma

China ist für Puma in zweierlei Hinsicht ein wichtiger Markt. Das Land ist ein wichtiger Produktionsstandort für das Unternehmen. Als Reaktion hat Puma bereits Kapazitäten in andere Länder verlagert, was die Kosten erhöht. Preiserhöhungen hatte Gulden zuletzt nicht ausgeschlossen. Das Management geht davon aus, dass die US-Zölle auf Importe aus China im vierten Quartal erstmals das Geschäft belastet haben dürften.

Zum anderen ist China aber auch ein wichtiger Absatzmarkt. Geschätzt über 15 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Puma dort. Bei Puma war der chinesische Markt im dritten Quartal 2019 neben Nordamerika der wichtigste Wachstumstreiber.

China-Geschäft bei den Q-Zahlen im Fokus

So werden Analysten daher vor allem auf Aussagen zum Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Prognose für das laufende Jahr achten, wenn Puma an diesem Mittwoch (19.2.) Zahlen für das vergangene Jahr vorlegt. Beim operativen Gewinn (Ebit) geht das Unternehmen für 2019 von 420 bis 430 Millionen Euro aus und peilt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 15 Prozent an.

Das macht die Aktie

Die vergangenen Jahre kannte die Puma-Aktie +0,26% nur den Weg nach oben. Der Puma-Kurs sprang von einem Rekord zum anderen, 2019 lag das Kursplus bei rund 60 Prozent.

Mit Aufkommen der Sorgen um das Coronavirus und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft ging es jedoch stetig bergab. Die Aktie rutschte ab, aktuell notiert das Papier bei gut 72 Euro. Seit Jahresbeginn liegt der Kurs dennoch mit rund 6 Prozent im Plus.

Mit Material von dpaAFX.
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