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Puma: Lieferkettenproblemen bremsen Umsatzwachstum

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Probleme in der Lieferkette und steigende Frachtkosten verderben dem Sportartikelkonzern Puma die gute Laune über die rasante Erholung vom Corona-Schock. Die Nachfrage ist derzeit riesig – Puma könnte derzeit deutlich mehr verkaufen als das Unternehmen in den Lagern hat. Das Problem: Die Lieferzeiten nehmen zu.

Das Hauptaugenmerk des Managements liegt derzeit auf der Lieferproblematik. So übersteige die Nachfrage derzeit das Angebot, räumte Konzernchef Björn Gulden zuletzt Ende Juli bei der Vorlage der Halbjahreszahlen ein.  

Corona noch nicht überwunden

Neben den Engpässen bei der Fracht und den damit eingehenden explodierenden Transportkosten ist auch die Corona-Pandemie mit Blick auf die Lieferketten noch nicht ausgestanden. Im Gegenteil: So steigen die Infektionszahlen in weiten Teilen der Welt wieder an. In Südvietnam, einem wichtigen Produktionsstandort für Puma, ist es im August zuletzt wieder zu Beschränkungen gekommen, Fabriken wurden geschlossen.

Preisanhebung kein Thema 

Die ganze Problematik inklusive steigender Rohstoffkosten treibt auch bei Puma die Ausgaben in die Höhe und belastete die Profitabilität. An die Kunden weitergeben will Puma die Kosten jedoch aktuell nicht. Breit angelegte Preissteigerungen stehen dem Konzernchef zufolge derzeit nicht zur Debatte.

Starke Q-Zahlen 

Trotz der zahlreichen operativen Schwierigkeiten war das zweite Quartal ein sehr gutes. Insgesamt hatten sich die Umsätze auf rund 1,6 Milliarden Euro fast verdoppelt, angetrieben von einer hohen Nachfrage im nordamerikanischen Markt. Aber auch das europäische Geschäft erholte sich deutlich, nachdem Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert wurden. Die Prognose für das laufende Jahr hatte Puma daher erhöht und erwartet währungsbereinigt ein Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent. Auch das operative Ergebnis soll deutlich besser ausfallen und im besten Fall sogar über dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegen.

Das macht die Puma-Aktie

Trotz aller Sorgen um die Lieferkettenprobleme sprang die im MDax notierte Puma-Aktie -5,44% zuletzt von Rekord zu Rekord. Jedoch wird die Luft langsam dünner, an die Kurssteigerungen 2020 sowie in den Jahren davor kommen die Papiere bislang nicht heran. Aktuell kostet die Puma-Aktie 107,10 Euro und ist damit im laufenden Jahr um rund 17 Prozent gestiegen. 

Zuletzt hat die Aktie eine kleine Verschnaufpause eingelegt, nachdem sie Anfang August die Marke von 108 Euro übertroffen hatte. Puma kommt so auf eine Marktkapitalisierung von 15,5 Milliarden Euro. Der Sportartikelhersteller wird damit als einer der Aufstiegskandidaten für den Dax gehandelt, der Anfang September von 30 auf 40 Unternehmen erweitert wird.

Sechs-Monats-Chart Puma (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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