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Qiagen: Das ist eine Katastrophe für die Aktionäre

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Verkauf des Biotechnologie-Konzerns Qiagen aus Hilden in Nordrhein-Westfalen ist vorerst vom Tisch. Nach ergebnislosen Gesprächen mit Interessenten beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat an Weihnachten, dass der Konzern mit seinen 5.200 Mitarbeitern doch eigenständig bleiben soll. An den Börsen sorgt das am Freitag für einen dramatischen Kurssturz der Qiagen-Aktie.

Qiagen teilte mit, dass die Vorstöße der Kaufinteressenten nicht überzeugend gewesen seien. Aufsichtsratschef Hakan Björklund betonte, dass das Unternehmen auch aus eigener Kraft bestehen könne. "Wir haben ein starkes und differenziertes Portfolio an molekularen Testlösungen, das die Möglichkeit für signifikantes Wachstum bietet."

Im November hatte Qiagen Übernahmegespräche verkündet. Als möglicher Käufer kam der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific +0,55% in Betracht. Doch das Thema Verkauf wurde nun zu den Akten gelegt.

Der Gendiagnostik- und Biotech-Konzern startete 1984 als Ausgründung der Düsseldorfer Universität, das Unternehmen kam 2018 auf einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Aus rechtlichen Gründen hat der Diagnostik-Spezialist seinen Zentralsitz mit nur wenigen Mitarbeitern im niederländischen Venlo, der größte Standort ist Hilden bei Düsseldorf mit 1.300 Beschäftigten. Qiagen stellt zum Beispiel Instrumente für Labore her sowie sogenannte Verbrauchsmaterialien für DNA-Tests, damit sind unter anderem Pipettenspitzen und Probenröhrchen gemeint.

Die Absage des MDAX-Unternehmens an die eigene Übernahme lässt den Aktienkurs am Freitag massiv einbrechen. Die Qiagen-Papiere -0,25% zeigten sich am Freitag vorbörslich knapp 20 Prozent schwächer und notierten unter der 30-Euro-Marke. An der Wall Street waren sie am Vortag zeitweise um gut 25 Prozent abgesackt.

Im Oktober und November hatte Übernahmehoffnung den Kurs von unter 23 Euro in der Spitze bis auf über 39 Euro nach oben schnellen lassen. So hatte das Unternehmen im November mitgeteilt, mehrere Interessensbekunden erhalten zu haben.

Update: Laut Analyst Sven Kürten von der DZ Bank muss das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen sein. "Wir glauben, dass die Bieter weiterhin interessiert sind und mit oder ohne Zustimmung des Qiagen-Vorstandes und des Aufsichtsrats irgendwann in der Zukunft ein Angebot für Qiagen abgeben könnten", schrieb der Experte in einem Kommentar. (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Qiagen (in Euro, Tradegate)
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