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Qiagen: Einfach besser als zuvor

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der geplatzten Übernahme von Qiagen durch den US-Laborausrüster Thermo Fisher Scientific steht das deutsche Gendiagnostik-Unternehmen zwar wieder allein da – aber dafür besser als zuvor.

Die Übernahme durch Thermo Fisher erschien als die rettende Lösung. Nach einigen Umbauten samt Stellenabbau steckte Qiagen Ende 2019 erneut in einer Problemphase. Ausgerechnet bei der Genanalyse-Technologie NGS, einem Stützpfeiler der Konzernstrategie, lief es nicht rund. Ein wichtiges Joint Venture in China scheiterte, zwei Mal kassierte das Unternehmen seine Prognosen und der Aktienkurs sackte ab.

Die gesunkene Börsenbewertung des Anbieters von Diagnostiktests und Laborgeräten lockte offenbar auch Thermo Fisher. Widerstand regte sich von Seite der Aktionäre. Vom Verscherbeln war die Rede und von der Gefahr für Arbeitsplätze im Unternehmen.

Dass Qiagen in der Corona-Krise zu einem gefragten Anbieter von Tests aufstieg, setzte die Amerikaner zusätzlich unter Druck: Wohl nicht zuletzt auf Betreiben gewichtiger Qiagen-Aktionäre erhöhte der US-Konzern Mitte Juli sein Angebot von zuvor 39 auf 43 Euro je Aktie. Dennoch setzten sich die Kritiker des Deals durch. Bei der Auszählung der angedienten Aktien erreichte Thermo Fisher nicht ansatzweise die Mindestannahmeschwelle.

Unternehmen in bester Verfassung

Unstrittig ist: Qiagen zeigt sich in der Pandemie derzeit in so guter Verfassung wie lange nicht. Das Unternehmen musste einen Sieben-Tage-Betrieb einführen, um die immens gestiegene Nachfrage nach seinen Corona-Testkits zu befriedigen. Zudem stellte die Firma zusätzliche Mitarbeiter ein. Im zweiten Quartal hatte sich der Gewinn dank der starken Nachfrage nach den Corona-Tests verdoppelt.

Das Qiagen-Management will nun selbst zukaufen. Geplant ist eine Komplettübernahme von NeumoDx. Bislang hält Qiagen rund 20 Prozent an dem US-Anbieter von molekularbiologischen Testgeräten, hatte sich aber bereits 2018 die Option auf einen Kauf auch der restlichen Anteile gesichert.

Das macht die Aktie von Qiagen

Die Probleme im vergangenen Jahr hatten der Qiagen-Aktie +1,12% kräftig zugesetzt. Im Oktober ging es bis auf ein Tief bei rund 22,50 Euro abwärts. Das Übernahmeangebot von Thermo Fisher gepaart mit der starken Nachfrage nach den Corona-Tests hat diese Kurs-Schlappe längst ausgebügelt.

Mit einem Kursgewinn von zuletzt rund 30 Prozent seit Jahresbeginn gehört es zu den größten Gewinnern im MDAX. Das Angebot von Thermo Fisher hatte dem Kurs indes einen Deckel aufgesetzt. Das Scheitern des Deals im vergangenen Monat öffnete dem Kurs offenbar die Schleusen: Bei 45 Euro erreichte die Qiagen-Aktie Ende August einen langjährigen Rekord.

Mit Material von dpaAFX.
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